Freitag, 3. Juni 2011

Tur Abdin: Die Hoffnung stirbt zuletzt

Im Kampf zwischen türkischer Armee und kurdischer Guerillabewegung PKK wurden die Christen in der türkischen Bergregion Tur Abdin aufgerieben und flüchteten. Inzwischen sind einige zurückgekommen und arbeiten an einer besseren Zukunft.

"Kathpress"-Reportage von Georg Pulling


Ankara, 03.06.2011 (KAP) Selten hat Metropolit Timotheus vom syrisch-orthodoxen Kloster Mor Gabriel die schlechten Straßen in die kleinen Bergdörfer im Tur Abdin so gerne zurückgelegt wie an diesem Sonntag. Heute ist für den Bischof und für alle syrischen Christen hier im kargen Südosten der Türkei ein besonderer Tag. In der kleinen Ortschaft Kafro wird der Metropolit den kleinen Iskender, das erste Kind einer sogenannten "Rückkehrerfamilie", taufen.

Die Region des Tur Abdin ("Berg der Gottesknechte") mit seinen Klöstern und Dörfern war eines der Zentren des syrisch-orthodoxen Christentums. Noch vor zehn Jahren standen viele Dörfer in der kargen Bergregion aber völlig leer. Die Ortschaft Kafro ist dafür ein gutes Beispiel. Im Kampf zwischen türkischer Armee, kurdischer Guerillabewegung PKK und den vom Militär bewaffneten kurdischen Dorfmilizen wurden die Christen aufgerieben. 1995 verließen die letzten Einwohner Kafro; das Dorf war dem Verfall preisgegeben.

2001 appellierte der damalige türkische Ministerpräsident Bülent Ecevit an die ausgewanderten Christen, zurückzukommen. Er versprach Rechtssicherheit. Ähnlich äußerte sich zur gleichen Zeit auch der türkische Staatspräsident Ahmet Necdet Sezer bei einem Besuch im Kloster Deyrulzafaran.

Die Syrer im Ausland nahmen den vermeintlichen Kurswechsel der türkischen Staatspitze wahr und einige folgten der Einladung. Insgesamt 14 Familien aus Deutschland, der Schweiz und Schweden, die früher in Kafro lebten, entschlossen sich 2006 zur Rückkehr. Ihre Häuser waren nicht mehr bewohnbar, sie bauten neue.

Zu den Rückkehrern zählt auch Israil Demir. 27 Jahre lebte er in Deutschland und arbeitete beim Autohersteller Audi. Jetzt ist er in der Bauwirtschaft vor Ort tätig, die drei Kinder besuchen Schulen in der nahen Stadt Midyat. Es sei schwierig, so Demir, den Lebensunterhalt zu verdienen. Noch problematischer sei aber nach wie vor die Sicherheitslage. Vor drei Wochen wurde er von einem Hirten mit einer Schrotflinte angeschossen und schwer verletzt, nachdem er verhindern wollte, dass dessen Herde über die Christenfelder zieht. Der Täter wurde bisher nicht gefasst, obwohl das Militär im Tur Abdin nach wie vor an vielen Ecken präsent ist. "Wir fühlen uns noch immer nicht sicher", klagt Demir. Trotzdem denkt er nicht daran, wieder nach Deutschland zurückzugehen: "Das hier ist unsere Heimat."

Dörfer ohne Kinderlachen

Bald nach Kafro führt die Straße an einem Militärcheckpoint weiter hinauf in die karge und einsame Bergwelt. Vorbei an einem Panzer schlängelt sich die schmale Schotterstraße durch kleine Schluchten und einen Pass, bis sie schließlich ins kleine Christendorf Badibe führt, dem Geburtsort von Aho Shemunkasho. Der Wissenschaftler lebt nun mit seiner Familie in Salzburg, arbeitet an der dortigen Universität und zählt zu den führenden - wenn auch wenigen - Syrologen weltweit.

Einst lebten 110 christliche Familien in Badibe. Als Shemunkasho 1968 als eines von acht Kindern in Badibe zur Welt kam, gab es in dem Dorf noch nicht einmal Strom. Trotzdem habe er eine glückliche Kindheit erlebt, bis die Auseinandersetzungen zwischen Armee und kurdischer PKK immer dramatischere Auswirkungen annahmen, erzählt er. Abwechselnd kamen schwer bewaffnete Guerillakämpfer und Soldaten in den Ort, okkupierten die Häuser der Bewohner und versorgten sich mit Nahrungsmitteln. In den Hügeln rund um das Dorf wurde gekämpft, immer wieder kamen im gesamten Tur Abdin Dorfbewohner ums Leben. Anfang der 1980er Jahre gab Ahos Familie schließlich auf und flüchtete nach Deutschland. Ab 1984 stand Badibe völlig leer.

Das Gebiet wurde zur militärischen Sperrzone erklärt. Letztlich sogar ein Glücksfall für die Auswanderer. Denn so konnte sich niemand ihre Häuser und Grundstücke illegal aneignen.

Auch nach Badibe sind seit 2006 wieder einige Bewohner zurückgekommen und haben ihre Häuser renoviert. Allerdings: Es sind nur alte Leute; Kinderlachen und -lärm hört man nicht in der kleinen Ansiedlung. Und auch die Alten verbringen nur die Sommermonate im Ort. Dann gehen fast alle wieder zurück nach Westeuropa.

Neues Leben in alten Klostermauern

Wer den Mönch Joachim im Mor Augin-Kloster besuchen will, braucht Gottvertrauen. Abenteuerlich schlängelt sich die schmale Straße die felsigen Südhänge des Tur Abdin hinauf zu einem riesigen, allerdings großteils verfallenen Klosterkomplex, der am Berghang klebt. Das Kloster wurde im 4. Jahrhundert gegründet, in der Blütezeit lebten dort mehr als 350 Ordensmänner. Mor Augin war ein bedeutendes spirituelles Zentrum, von dem aus Klöster bis in den Irak hinein gegründet wurden. Vor hundert Jahren lebten dort noch zwölf Mönche, 1970 starb der letzte.

Das Leben in Mor Augin war erschlossen bis der 35-jährige Pater Joachim das Anwesen für sich entdeckte. Mit einfachsten Mittel wurden einige Räume wieder hergestellt, in der Klosterkirche - nur eine Kirche von vielen in dem riesigen Komplex - wurde ein Altar eingerichtet. Mehrmals in der Woche fährt der Mönch die einsame Bergstraße hoch, um im Kloster Liturgie zu feiern. Dann erklingen in der Einsamkeit des Tur Abdin wieder in der Sprache Jesu die aramäischen Gesänge der syrischen Liturgie. In wenigen Wochen, so hofft Joachim, wird er für immer ins Kloster übersiedeln um hier sein spirituelles Leben zu führen und hoffentlich auch andere anzuziehen, wie er sagt.

Jenseits aller spirituellen Bemühungen muss er zuerst aber zentrale Klosterteile vor dem vollständigen Zerfall bewahren. Dabei sei er auf Spenden angewiesen, betont der Mönch. Vom türkischen Staat sei bisher kein Geld geflossen. Allerdings hätten die Behörden inzwischen zumindest die Bergstraße grob asphaltiert und eine Stromleitung zum Kloster verlegt. - Kleine Hoffnungszeichen auf eine bessere Zusammenarbeit mit dem türkischen Staat.

Glaube an die Zukunft

Bei der Taufe des kleinen Iskender ist die gesamte Dorfgemeinschaft von Kafro dabei. Die Eltern Kerima und Saliba sind aus der Schweiz zurückgekommen. Die Taufe findet in der kleinen Marienkapelle statt, die die Dorfgemeinschaft 2007 auf den Grundresten einer uralten Kirche erbaut hat. Unterstützt wurden die syrisch-orthodoxen Christen von Kafro dabei von der evangelischen Kirche im deutschen Würtenberg.

Eigentlich gibt es auch eine große Kirche im Ort. An der wird aber die schlimme Vergangenheit und unbefriedigende Gegenwart deutlich: Die Kirche ist völlig verwüstet und ausgeraubt. Die Wände sind mit Kritzeleien kurdischer PKK-Kämpfer und türkischer Soldaten verunstaltet. Zahllose Einschusslöcher von Maschinengewehren zeugen von der gewaltsamen Geschichte. Gerne würden die Bewohner von Kafro trotz allem auch diese Kirche wieder renovieren. Doch sie befindet sich im Staatsbesitz. Und der Staat zeigt derzeit keinerlei Interesse, von sich aus aktiv zu werden.

Bischof Timotheus spricht bei der Taufe von Iskender von einem großen Hoffnungszeichen für die Christen im Tur Abdin. 13 Kinder und Jugendliche leben damit nun schon in Kafro. Zwei weitere Familien erwarten demnächst Nachwuchs. Trotzdem scheint das neue Jugend- und Versammlungszentrum, das die Dorfgemeinschaft nahe der Marienkapelle baut, überdimensioniert. Doch mit dem Bau wollen die Leute von Kafro auch ein Zeichen setzen: dass sie an die Zukunft hier im Tur Abdin glauben.
kathweb.at / 3.6.2011

Donnerstag, 2. Juni 2011

Süryani Harflerle Türkçe Mektup

29 Mayıs 2011 Saat 11:36

Yerel Tarih araştırmacısı Selahattin Eyyubi Güler, Süryani Harflerle yazılmış Türkçe mektubun günümüz Türkçe'sine çevirdi. 100 yıl önce Urfa şivesiyle yazılmış mektupta ilginç notlar var

Harran Üniversitesi Öğretim Üyesi Yrd. Doç. Dr. A.Cihat Kürkçüoğlu 10 yıl önce bana Süryanice harflerle yazılı Osmanlıca iki sayfalık bir mektup ve bunun bazı kişilerce okunmuş notlarını vermişti. Ben de mektuba bir göz atıp okuma hatalarını da düzelttikten ve doğru şeklini yazdıktan sonra arşivime yerleştirmiştim. Aradan geçen uzun zaman içinde diğer kitap ve makale çalışmalarımdan dolayı mektubu unutmuştum. Arşivimi karıştırırken dosyaların arasında bu mektubu buldum ve yeniden gözden geçirdim. 95 yıllık bu nostaljik mektubu Urfa kültürüne kazandırmak istedim.

Mektup Süryani dilinin Batı Süryanicesi de denilen "Serta" formatıyla Osmanlıca olarak yazılmıştır. Serta formatı 9. yüzyıldan beri kullanılmaktadır. Günümüzde de Süryanice düz yazılar bu formatta yazılmaktadır. Daha eski bir format olan ve Urfa'da geliştirilen Estrangela türü ise artık süslemelerde kullanılmaktadır.

"Adana, Kasım 1915" tarihli mektubun sahibi Süryani Cırci Ümid, Urfa'da bulunan babası Ahmed Ağaya hitaben yazdığı mektupta, bize yabancı olmayan kelimeler kullanarak selam ve sevgilerini iletmiş ve hayırlı dualar talep etmiştir. Daha sonra

gardiyan olan kardeşi Yakub'un iki mahpus götürmek için Adana'ya geldiğini, kendisiyle görüştüğünü, iki gün yanlarında kaldığını ve tekrar Tarsus'a döndüğünü yazmaktadır. Mektup birkaç basit cümleden sonra yakın akrabalara yazılan selam, el ve göz öpme temenni- leriyle sona ermektedir.

Mektuptaki Türkçe ifadeler dikkate alındığında Süryanilerin Osmanlı Kültürünü benimse¬dikleri, bu kültür ile yoğrulup bütünleştikleri anlaşılıyor. Mektupta Süryani harfleri kullanılmış olmasına rağmen ifadeler Osmanlı Türkçesi ile yazılmıştır. "Bibi" örneğinde olduğu gibi metinde Türkçe ve Urfa ağzının birlikte kullanıldığı görülmektedir.


Gerekli açıklamaları dipnotlar halinde verdiğimiz iki sayfalık mektubun tercümesi şöyledir:

I. Sayfa

( 1 )

"26 Teşrin Adana 1915

Sevgili Pederim Ahmed Ağa Hazretleri,

Evvela çok muhabbet ve arzu ile selam ederek senin, validemin dahi ellerinden bus ederim ve hayırlı duanızı taleb ederim. Malumunuz olsun ki, bundan iki hafta evvel kardeşim Yak'ub, Tarsus'dan Adana'ya iki mahpusi götürmeg müna¬sebetiyle Adana'ya geldi. Bizi sorup buldi. Biribirimizle görüştüg. İki gün bir gece yanımızda kalub tekrar Tarsus'a gitdi. Bir gece beraber yattık. Gendine, tarafınıza bırçak

göndersin deyü söyledim ve göndereceğim dedi. Aylığımı aldığımda bundan sekiz gün evvel ben yanına gitdim. Bir gece yanında misafir oldum, yine Adana'ya geldim. Şöyle ki, bundan böyle istersem kolay bir yol ile yanına gidebilirim. Çimendifer parası 20 meteligdir. Bir buçuk saatten"

II. Sayfa

"istersem gidebilirim. Çünkü Mersin'den Tarsus'a kayd olunmuşdur deyu malumunuz ola. Bana hususi selamımı yazmamı her mektupta tavsiye eyledi.

Biraderlerimin gözlerinden bus iderum. Hemşiremin dahi gözlerinden bus iderum, dahi emmim Aruşan'ın ellerinden bus ider, keza hanesine selam iderim. Bibim Meryem'e, kocası

( ) Aruşak ve hanesine

selam iderim. Baki dost ve konşu, beni sual eden ve etmeyen bildiklerimizin kâffesine selam iderim.

Baki selamet haberlerinizi beklerim, çok arzularla pederim.

Mahdumunuz Cırci Ümid."

Dipnotlar

(1) Mektupta ay olarak sadece "Teşrin" verilmiş olup önündeki yazı silik olduğundan okunamamıştır. "Teşrin" Osmanlıcada 11. ve 12. aylara verilen addır. Teşrin-i Evvel ve Teşrin-i Sani yani "Birinci Teşrin", "ikinci Teşrin" gibi. Süryanicede Kasım ve Aralık ayları da Teşrin ile başlar, ilkinin sonuna "Kdam", ikincisinin sonuna ise "Ahroy" eklenir. Yani "Teşrin Kdam=İlk Teşrin" ve "Teşrin Ahroy=Son Teşrin" gibi. Burada hangi ayın yazıldığı net bir şekilde görünmemektedir. Mektubun 1915 yılı Kasım ayında yazılmış olabileceği tahmin edilmektedir.

(2) Mektupta açıkça "Ahmed" kelimesi geçmesi tuhafımıza gitti. Çünkü Süryanilerde Ahmet, Mehmet ve Mustafa gibi peygamberimize ait isimlerin konulmadığını biliyoruz. Ahmed Ağa'nın Süryani bir bayanla evli olduğu ihtimali de aklımıza geliyor ama daha çok, Cırci Ümid'in babalığı olma ihtimali akla daha yatkın gibi.

(3) Mektupta "brçak" şeklinde yazılı olan ismi, "burçak" olarak okuduk. Burçak, taneleri mercimeğe benzeyen ve hayvan yemi olarak kullanılan, 50 cm boylarında, türüne göre farklı farklı renklerde çiçekler açan bir bitkidir. Ahmed Ağa'ya gönderilmesi istenen burçaklar herhalde hayvan yemi olarak kullanılıyordu.

(4) Tren anlamındaki "Şimendifer" kelimesi yerel dilde "Çimendifer" olarak yazılmıştır.

(5) "hepsine"

(6) "oğlunuz"

Yerel Tarih Araştırmacısı Selahattin Eyyubi Güler Şanlıurfa Şurkav Dergisi...

Mittwoch, 1. Juni 2011

Türkei: Rechtsstreit zwischen Kloster Mor Gabriel und Staat eskaliert

Abt Timotheus kündigt im "Kathpress"-Gespräch an, Rechtsstreit mit türkischem Staat und umliegenden Dörfern notfalls bis zum EGMR austragen zu wollen.

Ein "Kathpress"-Hintergrundbericht von Georg Pulling


Ankara - 01.06.2011 (KAP) Das Kloster Mor Gabriel im Tur Abdin wird im Konflikt um Landbesitz alle Rechtsmöglichkeiten ausnützen und als letzten Schritt auch den Gang zum Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) nicht scheuen. Das hat der Abt des Klosters, Metropolit Timotheus Samuel Aktas im "Kathpress"-Gespräch betont. In dem Konflikt zwischen dem im Jahr 397 gegründeten Kloster und drei Dörfern der Umgebung geht es um rund 50 Hektar Klosterboden, die bei einer Landvermessung zur Erstellung von Grundbüchern nach EU-Vorgaben im Sommer 2008 strittig geworden waren. Sie werden inzwischen teilweise auch vom Finanzamt und von der Forstverwaltung beansprucht.

Im Mai 2009 hatte das Kloster einen ersten Prozess um die Grenzziehung zwischen seinem Gelände und umliegenden Dörfern gewonnen. Weiters wies im Juni 2009 ein Gericht in der Bezirksstadt Midyat die Klage des Finanzamtes gegen das syrisch-orthodoxe Kloster zurück. Das Finanzamt ging dagegen in Berufung. Ein weiterer Prozess um Ansprüche der Forstbehörde auf ein Waldgebiet des Klosters ging für das Kloster verloren, das nun ebenfalls in Berufung ging.

Der Oberste Gerichtshof der Türkei sprach schließlich im ersten Berufungsprozess im Jänner 2011 einige Ländereien dem türkischen Staat zu. Bislang dürfte aber noch kein schriftliches Urteil ergangen sein. Als Folge der Entscheidungen der türkischen Behörden könnte nun drohen, dass die weitläufige und hohe Mauern abgerissen werden müssen, die vom Kloster zum Schutz vor Übergriffen, Landraub und Abweidung errichtet wurden.

Bischof Timotheus wies im "Kathpress"-Gespräch darauf hin, dass das Kloster Urkunden aus den 1930er-Jahren besitzen würde, die eindeutig das Eigentumsrecht des Klosters belegen würde. Das habe auch das Gericht in Midyat anerkannt. Die Gegenseite habe hingegen nichts vorzuweisen. Trotzdem habe das Gericht in Ankara die Beweise des Klosters scheinbar nicht zur Kenntnis genommen.

In der ganzen Angelegenheit gehe es nicht mehr um Recht und Unrecht, vielmehr habe die Causa einen politischen Hintergrund. Es gebe Kräfte, die die Christen aus dem Land drängen wollten, so der Bischof.

Internationale Unterstützung

Die Prozesse sorgten und sorgen auch in Österreich und Deutschland für Aufsehen und wurden beispielsweise von deutschen Politiker sowie der Deutschen Bischofskonferenz und der Evangelischen Kirche heftig kritisiert. Der Österreichische Nationalrat hatte schon 2009 in einem gemeinsamen Beschluss die Bundesregierung aufgefordert, sich vehement für den Schutz des Klosters einzusetzen.
Von Seiten der türkischen Politik wurden bislang freilich die Sache heruntergespielt. Der türkische Botschafter in Deutschland ließ den Bischöfen mitteilen, dass der Streit um die Klostergüter Sache der Türkischen Justiz sei. Das Rechtsverfahren müsse respektiert werden. Meldungen, wonach ein Großteil des Klosterbesitzes verstaatlicht werden soll, würden nicht der Wahrheit entsprechen.
Unbestimmt blieb auch der türkische Regierungschef Recep Tayyip Erdogan, als er Anfang April diesen Jahres in Ankara mit dem Oberhaupt der syrisch-orthodoxen Kirche, Patriarch Ignatius Zakka I. Iwas, zusammengetroffen war. Auch Bischof Timotheus war bei diesem Treffen dabei. Er zeigte sich gegenüber "Kathpress" enttäuscht. Die Bemühungen des Oberhaupts der syrisch-orthodoxen Kirche hätten keinerlei Erfolg gehabt.

Die Regierung werde tun, was sie könne, um das Problem im Sinne der syrisch-orthodoxen Gemeinde zu lösen, versprach Erdogan kryptisch nach einem Bericht der Zeitung "Hürriyet". Zunächst müsse aber das Ende der gerichtlichen Auseinandersetzung abgewartet werden. Bischof Timotheus wollte dem aber nicht so recht glauben: "Wir wollen keine schönen Reden mehr sondern Taten sehen."
Das Kloster Mor Gabriel ist eines der ältesten christlichen Klöster überhaupt. Das etwa 25 Kilometer von der Stadt Midyat entfernt gelegene Kloster wurde im Jahr 397 begründet. Als Gründer gelten der Heilige Samuel von Eshtin und sein Schüler, der Heilige Simon. In seiner Blütezeit lebten bis zu 1.000 Mönche im Kloster. Lange Zeit war Mor Gabriel Sitz des syrisch-orthodoxen Metropoliten des Tur Abdin. Auch heute residiert der Metropolit wieder im Kloster. Bischof Timotheus ist zugleich Abt von Mor Gabriel wie auch Bischof von Midyat und Tur Abdin.

Im Download [Das Gespräch auf Aramäisch] : O-Ton-Paket von einem Gespräch mit dem Abt des Tur Abdin-Klosters Mor Gabriel, Metropolit Timotheus Samuel Aktas, zur Lage der Christen im Tur Abdin und zum Rechtsstreit des Klosters mit dem türkischen Staat.

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Abt von Kloster Mor Gabriel appelliert an Österreich

Abt Timotheus: Kloster und die syrische Kirche brauche finanzielle, geistliche und politische Unterstützung - Ein "Kathpress"-Korrespondentenbericht von Georg Pulling

Ankara-Wien, 01.06.2011 (KAP) Mit einem Appell zur Unterstützung des Klosters Mor Gabriel im Tur Abdin - eines der ältesten christlichen Klöster überhaupt - hat sich der Abt des Klosters an Österreich gewendet. Konkret rief der Abt des Klosters, Metropolit Timotheus Samuel Aktas, im "Kathpress"-Gespräch die österreichischen Bischöfe auf, sich gemeinsam mit den verantwortlichen österreichischen Politikern für die Rechte von Mor Gabriel einzusetzen. Das Kloster und die syrische Kirche brauche finanzielle, geistliche und politische Unterstützung. Mor Gabriel sei nicht nur spirituelles Zentrum für die syrisch-orthodoxe Kirche sondern für die ganz Christenheit, so der Bischof.

In der Diözese Midyat, die Abt Timotheus als Bischof leitet, sowie im Tur Abdin leben heute noch 2.000 Christen. Dabei zählt der Tur Abdin zu den ältesten christlichen Gegenden der Welt. Die Kirchen in der Region sind teils mehr als 1.500 Jahre alt. Vor Armut, Anfeindungen und den gewaltsamen Auseinandersetzungen zwischen der türkischen Armee und der kurdischen PKK in der Region flohen die meisten christlichen Einwohner in den 1970er-, 80er- und 90er-Jahren in die Westtürkei und nach Westeuropa. Heute leben rund 150.000 syrisch-orthodoxe Christen aus dieser Gegend in Schweden, der Schweiz, Deutschland und Österreich.
Seit 2001/02 sind allerdings einige Familien auch wieder in ihre angestammten Dörfer zurückgekehrt. Häuser und Kirchen wurden renoviert. Die Menschen seien nach Versprechungen des türkischen Staates zurückgekehrt, hätten hier vielfach aber nicht entsprechende Hilfe gefunden und seien enttäuscht, so Timotheus.

Es gebe aber auch Positives zu vermerken: Erst am vergangenen Sonntag hatte der Metropolit das erste Kind von Rückkehrern im Dorf Kafro getauft. Bischof Timotheus sprach von einem großen "Hoffnungszeichen". "Wir wollen hier Kinder sehen und hören", so der Bischof weiter. Zwei weitere Kinder seien "unterwegs". An die hunderttausenden in der Diaspora lebenden syrischen Christen appellierte der Bischof, ihre Sprache, Kultur und Religion zu pflegen und an die Kinder weiterzugeben.

Metropolit Timotheus: "Die Türkei ist unsere Heimat, hier wollen wir leben. Wir sind keine eingewanderten Fremden, wir sind seit Jahrtausenden hier. Wir wollen in einem freien demokratischen Staat leben, in dem die Menschenrechte geachtet werden." Dann könne man auch den vielen ausgewanderten Christen mit gutem Gewissen sagen: "Kommt bitte zurück."
Das Gespräch mit Metropolit Timotheus fand im Rahmen des Besuchs einer Pro Oriente-Delegation in Mor Gabriel statt. Pro Oriente-Präsident Johann Marte versicherte dem Metropoliten die Unterstützung der ökumenischen Stiftung.

Bewegte Geschichte des Klosters

Das Kloster Mor Gabriel ist eines der ältesten christlichen Klöster überhaupt. Das etwa 25 Kilometer von der Stadt Midyat entfernt gelegene Kloster wurde im Jahr 397 begründet. Als Gründer gelten der Heilige Samuel von Eshtin und sein Schüler, der Heilige Simon. In seiner Blütezeit lebten bis zu 1.000 Mönche im Kloster. Lange Zeit war Mor Gabriel Sitz des syrisch-orthodoxen Metropoliten des Tur Abdin. Auch heute residiert der Metropolit wieder im Kloster. Bischof Timotheus ist zugleich Abt von Mor Gabriel wie auch Bischof von Midyat und Tur Abdin.

Unter den Äbten des Klosters spielte der Heilige Gabriel von Bakisyan eine besondere Rolle, der die Gemeinschaft im 7. Jahrhundert, zum Zeitpunkt der islamischen Eroberung, leitete. Das Kloster wurde später nach ihm benannt. Gabriel war es offensichtlich gelungen, mit den neuen muslimischen Machthabern einen "modus vivendi" zu finden und zugleich die geistige Ausstrahlung des Klosters zu vertiefen.

Das Kloster wurde immer wieder von feindlichen Heerscharen erobert; doch nach jeder Katastrophe kehrten die Mönche zurück. Im Zuge des Völkermordes an den christlichen Minderheiten im damals noch Osmanischen Reich wurden alle Mönche ermordet und das Kloster 1915 geschlossen. Erst 1920 konnten die Mönche mit spärlichen Mitteln in das verwüstete Kloster zurückkehren. Ab 1956 baute Abt Raban Shabo Gunesh das Seminar von Mar Gabriel wieder auf.

In den letzten 25 Jahren wurde das Kloster vollständig renoviert und saniert, was auch Neidgefühle in der Umgebung weckte. Metropolit Timotheus hat das Kloster wieder zum geistlichen Zentrum der syrischen Christen ausgebaut. Aufforderungen der Behörden, die Schüler des Klosters heimzuschicken und Besucher nicht einzulassen, wies der Bischof und Abt stets vehement zurück.

Heute leben und arbeiten in Mor Gabriel rund 75 Personen - Mönche, Nonnen, Lehrer mit ihren Familien und 35 Schüler. In der Klosterschule werden die aramäische Sprache, aber auch Liturgie und Literatur der syrischen Christen gelehrt. Pro Jahr besuchen rund 85.000 Touristen und Pilger das Kloster.

Quelle: Katholische Presseagentur Österreich, 1.6.2011

Dienstag, 31. Mai 2011

SÜRYANİ ÇALIŞMALARI SEMPOZYUMU

ARTUKLU ÜNİVERSİTESİ REKTÖRÜ PROF. DR OMAY: ''ÇOK DEĞİL, MESELA BUNDAN ON YIL ÖNCE, ÜLKEMİZDE BUNLARI KONUŞMAK VE HAYATA GEÇİRMEK EPEYCE ZORDU''


Mardin'de ''Kültür, Dil ve İnanç: Bir Köprü Olarak Süryani Çalışmaları'' sempozyumu düzenlendi.

Mardin Artuklu üniversitesi (MAÜ), Avusturya Büyükelçiliği ve PRO-ORIENTE Vakfınca Atatürk Kültür Merkezinde düzenlenen ''Kültür, Dil ve İnanç: Bir Köprü Olarak Süryani Çalışmaları'' sempozyumunun açılışında konuşan Avusturya'nın Ankara Büyükelçisi Heide Maria Gürer, MAÜ'nün Türkiye'de Süryani araştırmalarını başlatan ilk üniversite olduğunu, emeği geçenlere teşekkür ettiklerini söyledi.

İlk Süryani kapsamlı İncili'ni 1555 yılında bin kopya olmak üzere Viyana'da bastırıldığını, ayrıca Süryanilerin kutsal kitabının da Avusturya kütüphanesinde bulunduğunu ifade eden Gürer, ''Bu seminer aynı zamanda Avusturya'nın farklı kültürler, mezhepler, halklar ve dinler arasındaki diyalog çabalarının bir göstergesidir. Antakya ve Suriye bölgesinden Avusturya'ya göç yaşandı. Henüz kısa bir süre önce Hatay'da sadece Rum Ortodoksların yaşadığı bir köyü ziyaret ettim. Sadece bu köyden toplam 46 aile Avusturya'ya göç etmişlerdir. Avusturya eskiden beri dinlerin birbirleri ile kaynaştığı bir merkez olmuştur. Avusturya okullarında aynı zamanda İslam dini dersleri de sunulmaktadır. İslam cemaatlerinin kendilerine ait eğitim kurumları bulunmaktadır'' dedi.

REKTÖR OMAY

MAÜ Rektörü Prof. Dr. Serdar Bedii Omay ise konuşmasına Süryanice selamlamayla başladı. Omay, bugünün çok önemli olduğunu, Mardin'de önemli bir akademik toplantıya ev sahipliği yaptıklarını söyledi.

''Ortadoğu'daki komşularımızla aramızdaki sınırların kültürel anlamda bizi tehdit etmediğini haykırdığımız, önemli bir buluşmayı daha gerçekleştiriyoruz'' diyen Omay, Mezopotamya topraklarının, Turabdin'in en kadim, en medeni toplumlarından biri olan Süryanilerin, dünya medeniyetine katkılarını konuşacakları ilmi bir mecliste olduklarını anlattı.

Omay, 5 bin yıllık bir geçmişe ve Hz. İsa'nın ilk müminlerinden olma şerefini taşıyan Süryanilerin, bu köklü ve zengin geçmişleriyle, insanlık tarihine ve onun muazzez bir unsuru olan İslam medeniyetine, Anadolu ve Mezopotamya coğrafyasına büyük katkıları olduğunu belirterek, şöyle konuştu. ''Süryani kültürü ve medeniyetinin katkıları konusunda aklıma ilk gelen, bu topraklarda, tarihin ilk üniversitesini kurmuş olmalarıdır. Nusaybinli Mor Yakup ve onu öğrencisi Mor Afrem'in çabaları bu anlamda çok mühimdir. Yine Süryanilerin ortaya koyduğu tercüme faaliyetleri, bütün dünyaya ilmin ve irfanın nurunu yaymıştır. Yunan felsefesinin İslam dünyasına aktarılmasında, büyük bir pay sahibi olan Süryaniler'in felsefi eserleri Arapça'ya ve Süryanice'ye çeviri hareketi hatırlanması gereken çok önemli hususlardandır. Üniversitemizin de, Süryani dili ve kültürünün tetkiki için attığı önemli adımlar var. Ortadoğu'daki dillerin, toplumların ve kültürlerin tetkiki, Üniversitemizin başlıca ilgi alanlarından olmuştur. Bu kapsamda, Türkiye'de Yaşayan Diller Enstitüsü çatışı altında bu kültürün araştırılması için, bir mastır programı açma çalışmalarımız devam ediyor. Ayrıca kurmayı düşündüğümüz teoloji fakültesinde, ülkemizdeki ilahiyat fakültelerinden farklı bir yaklaşımla araştırma çalışmaları yapacağız. İtiraf etmek gerekir ki, çok değil, mesela bundan on yıl önce, ülkemizde bunları konuşmak ve hayata geçirmek epeyce zordu. İlmi hürriyet anlamında, üniversitelerimiz de, ülkemizdeki demokratikleşme ve şeffaflaşma rüzgarından nasibini alıyor.''

FİLÜKSİNOS SALİBA ÖZMEN

Mardin ve Diyarbakır Metropoliti Mor Filüksinos Saliba Özmen, sempozyumumun Mardin’e yapılamasının kendilerini çok sevindirdiğini ifade etti. Mardin ve Diyarbakır Metropoliti Mor Filüksinos Saliba Özmen de, sempozyumun Mardin'e yapılamasına çok sevindiklerini belirterek, ''Mardinli Muşe (Musa) bizim için çok önemli bir şahsiyettir. Mardinli Muşe'nin hayat hikayesini, çalışmalarını burada Mardin'de ana vatanda irdelenmesi, konuşulması tozlu raflardan indirilmesi benim için büyük bir onur ve mutluluktur'' dedi.

PRO-ORIENTE Vakıf Başkanı Dr.Johann Marte ise Mardin'in kültür miras enginliğinin kendilerini çok etkilediğini, sempozyum dinler arsındaki zenginleştirici diyaloğunu vurguladığını belirtti.

Mardinli Musa'nın el yazması kitabının dijital çalışmasını Milli Kütüphanelerinin internet sayfasından ücretsiz indirilebileceğini bildiren Marte, '' Mardinli Musa bu ilk basım olan Süryani kitabın basımını o zamanki Roma İmparatoru 1. Ferdinand'a ithaf etmiştir'' diye konuştu.

AK Parti Mardin Milletvekili Adayı Muammer Güler de, Mardin'de farklı bir yapının olduğunu, Süryaniler ile sütkardeşliğinin bile yaşandığını kaydederek, bazı kesimlerin aradaki kardeşliği bozmayı istediğini buna dikkat edilmesi gerektiğine dikkat çekti.

Açılış konuşmaların ardından Filüksinos Saliba Özmen’in yönettiği "İncil" oturumuna geçildi. Oturumda Assist.Prof. Aho Shemunkasho ve Prof. Dr. Abdul Massih Saadı tebliğler sundu. Assist.Prof. Aho Shemunkasho "Mardin'li Musa ve Avrupa'da Süryanice Çalışmaların katkısı" konulu yaptığı sunumda " Mardin'i Musa'ya ve Avrupa'da Süryanice Çalışmalarının başlangıcında oynadığı önemli röle odaklanmadan önce, kısaca 15. ve 16. yüzyılın tarihsel ortamına değinmek istiyorum. Mardinli Musa, Osmanlı imparatorluğu’nun bölgesel, ekonomik ve kültürel açıdan yükselişe geçtiği 16. Yüzyılda yaşadı. Patrik, Musa'yı Avrupa'ya gönderme kararı aldı, ne de olsa o bilge bir din adamıydı. Musa, Qaluq köyünde doğmuştu. Girişte yer alan alıntıdan öğrendiğimiz üzere, kendisini Mardin şehrinin hemen yanındaki Sawro (Savur) bölgesinden Beth Nahrin'li (Mezopotamya) rahip isaac'ın oğlu olarak tanımlamaktadır. Annesinin adı Heleni idi. Üç kardeşi vardı: rahip Barsaumo, Shem'un, ve YeshiT. Musa 8 yaşında iken, bir yılan tarafından ısırıldı, bunun sonucunda işaret parmağını ve sağ elindeki üçüncü parmağının tam kullanımını kaybetti. Yine de birkaç el yazmasını kaleme almayı başarabilmişti.Avrupa'ya gelirsek, Musa Süryani toplulukları için Süryanice Kapsamlı İncil bastırmakla sadece görevini yerine getirmekle kalmamış, aynı zamanda Kutsal Kitap'ın aslını soran hümanistlerden doğan boşluğu da doldurmuştur. Hümanizm akımıyla, batılı alimler antik metinleri orijinal dillerinde çalışmayı talep etmişlerdir. Kutsal Kitap'a gelince, ibranice ve Yunanca öğrendiler ve Mardinli Musa döneminde Süryanice öğrenmeye başladılar, çünkü Süryanice bir Arami dili İsa’nın dili olarak görülmektedir."

Sempozyuma Avusturya Büyükelçisi Heide Maria Gürer, MAÜ Rektör Prof.Dr. Serdar Bedii Omay, PRO-ORIENTE vakıf Başkanı Dr.Johann Marte, İstanbul Eski Valisi Ak parti Mardin milletvekili adayı Muammer Güler, Mardin ve Diyarbakır Metropoliti Mor Filüksinos Saliba Özmen, Mardin AÜ ve Avusturya Slazburg üniversitenden öğretim üyeleri ve Mardin ile bölgedeki Süryani dini liderleri katıldı.

Sempozyumun arından Gazeteci Adnan Avuka’nın ceylan derisi ve Altınsu ile 12. asırda meydana getirilen İncil’in fotoğraflarının yer aldığı " hoşgörü ve Mardin" sergisinin açılışı yapıldı. Katılımcılar sergiyi gezerek Avuka’dan bilgi aldı.

habermardin.com / 30.05.2011

ymposium: Bir Köprü Olarak Süryani Çalışmaları' Mardin Sempozyumu

Süryani Metropolit, 'Süryanice Türkiye için Büyük Zenginliktir'


Mardin'de düzenlenen 'Kültür, Dil ve İnanç.

Mardin'de düzenlenen 'Kültür, Dil ve İnanç: Bir Köprü Olarak Süryani Çalışmaları Sempozyumu'nda konuşan Süryaniler'in Mardin-Diyarbakır Metropoliti Saliba Özmen, "Süryanice eğitimi sadece bizim değil hem Mardin'in, hem de Türkiye'nin ihtiyacıdır. Çünkü M. Ö. 3-4 bin yılına giden bir mazisi var. Şimdi Süryanice'nin burada, kendi anavatanında okutulması hep bizim için, hem de Türkiye için büyük bir zenginliktir" dedi.

Mardin'deki Artuklu Üniversitesi, Avusturya'nın Ankara Büyükelçiliği ve merkezi Avusturya'nın başkenti Viyana'da bulunan ve Katolik dünyası ile Ortadoks dünyasının birbirine yakınlaşması amacıyla kurulan Pro-Oriente Vakfı işbirliğiyle düzenlenen 'Kültür, Dil ve İnanç: Bir Köprü Olarak Süryani Çalışmaları Sempozyumu', Atatürk Kültür Merkezi'nde yapıldı. Sempozyuma Avusturya'nın Ankara Büyükelçisi

Heidemerria Gürer, Artuklu Üniversitesi Rektörü Prof. Dr. Serdar Bedii Omay, Pro-Oriente Vakıf Başkanı Dr. Johann Marte, Süryaniler'in Diyarbakır-Mardin Metropoliti Saliba Özmen, Adıyaman Metropoliti Melki Ürek, Papaz Gabriyel Akyüz, Mardin Müftüsü Mehmet Kızılkaya, AK Parti Mardin Milletvetvekili adayı Muammer Güler ile yerli ve yabancı davetliler katıldı. Sempozyumun açılış konuşmasını Türkçe yapan Avusturya'nın Ankara Büyükelçisi Heidemerria Gürer, Süryaniler'in kültürünü gün ışığına çıkarmak için birçok çalışmaya imza attıklarını söyledi. Gürer, şöyle konuştu:

"Bizler her zaman dinlere karşı bir saygı içerisinde olmuşuz. 1912 yılında Avusturya da İslam dini ilk defa bir Avrupa ülkesinde resmi din olarak kabul edilmiştir. Sadece Süryaniliğe değil İslamiyet açısından da Avusturya ilklere imza atmış. Avusturya'da İslam dini okullarda resmi din olarak okutulmaktadır. Bunun Avrupa'da başka bir örneği yok. "


OMAY: "10 YIL ÖNCESİ BUNLARI KONUŞMAK ZORDU"

Artuklu Üniversitesi Rektörü Prof. Dr. Serdar Bedii Omay, üniversitede kurdukları İlahiyat Fakültesi bünyesinde Süryani Dili ve Kültürü Bölümü'nü kurma çalışmalarının son aşamaya gelindiğini söyledi. Prof. Dr. Omay, "Ortadoğu'daki dil, toplum ve kültürlerin tetkiki, üniversitemizin başlıca ilgi alanlarından olmuştur. Bu kapsamda, Türkiye'de Yaşayan Diller Enstitüsü çatısı altında bu kültürün araştırılması için, bir mastır programı açma çalışmalarımız devam ediyor. Ayrıca kurmayı düşündüğümüz teoloji fakültesinde, ülkemizdeki ilahiyat fakültelerinden farklı bir yaklaşımla araştırma çalışmaları yapacağız" dedi. Prof. Dr. Serdar Bedii Omay, şöyle dedi:

"İtiraf etmek gerekir ki, çok değil, mesela bundan 10 yıl önce, ülkemizde bunları konuşmak ve hayata geçirmek epeyce zordu. İlmi hürriyet anlamında, üniversitelerimiz de, ülkemizdeki demokratikleşme ve şeffaflaşma rüzgarından nasibini alıyor. Yunan felsefesinin İslam dünyasına aktarılmasında, büyük bir pay sahibi olan Süryaniler'in felsefi eserleri Arapça'ya ve Süryanice'ye çeviri hareketi hatırlanması gereken çok önemli hususlardandır. Bugün, burada zaten bu önemli dönüm noktalarını, Mezopotamya ve Anadolu'da yaşayan halkların, müspet mânâda, birbirini nasıl etkilediklerini dinleme imkanını bulacağız. "

Süryaniler'in Mardin-Diyarbakır Metropoliti Salibe Özmen, Süryanice dilinin özellikle M. S. ilk dönemlerinde özellikle Nusaybin Üniversitesi sayesinde büyük ün saldığını söyledi. Özmen, şöyle dedi:

"Nisibin Akademisi, o zaman dünyanın en büyük üniversitesiydi. Buralarda tabii Süryanice öğretiliyordu. O zamanki şartlarda Yunanca da vardı sonra Arapça da piyasaya çıktı. İşte bizim bölgedeki manastırlarda özellikle resmi olmayan yollardan eğitim veriliyordu. Halen de bu eğitimler devam ediyor. Bu eğitimlerin sosyal ve ruhsal bazda çok büyük etkisi oldu. Umudumuz o ki resmi olsun veya resmi olmayan yönetmelerle olsun insanlar okusun ve güzel yerlere gelsin. Ben inanıyorum ki, bizim üniversite sayesinde insanlar bilgilendikçe, iyi bir yere geldikçe, hem sosyal anlamda hem de finansal anlamda da iyi bir yerlere gelecektir. Süryanice eğitimi sadece bizim değil hem Mardin'in, hem de Türkiye'nin ihtiyacıdır. Çünkü M. Ö. 3-4 bin yılına giden bir mazisi var. Şimdi Süryanicenin burada kendi anavatanında okutulması hep bizim için, hem de Türkiye için büyük bir zenginliktir. "


"ANNELERİMİZ SÜTLERİNİ BİLE PAYLAŞIYORLARDI"


Güler, bölgede derin bir medeniyetin mirasını taşıyan Süryani varlığının kendileri açısından hem zenginlikleri hem de ülkenin bütünlüğünü sağlayan bir unsur olduğunu ifade etti. Güler, şöyle devam etti:

"Onlar bir azınlık değillerdir, özellikle vurgulamak istiyorum. Süryani cemaati bizde asla bir azınlık değildir, böyle bir statüye asla istememişlerdir. Bu memleketin devletin asli unsurlarıdır. Bunu özellikle belirtmek isterim. Esasen hükümetin de devletinde yaklaşımı bu şekildedir. Son anayasa çalışması da demokratikleşme çalışmaları bunun göstergesidir. Devletin bakış açısı eşit vatandaşlık ilkelerine dayalıdır. Biz devletin olarak birçok farklı unsur bir arada uzlaşı içerisindeyiz. Ortak bir hedef doğrultusunda birleştiğimiz için bu ülkede zenginliklerimizi koruyabildik. Demokratikleşme çalışmalarına en büyük katkıyı Mardin Artuklu Üniversitesi sağlamıştır. "

Açılış konuşmalarından sonra İncil, felsefe ve tarih konulu üç ayrı oturumda Süryanilerin kültür, dil ve inançları değişik üniversitelerden gelen akademisyenler tarafından sunumlarla anlatıldı.

AA, NG - Mardin (Doğan Haber Ajansı) 30.05.2011 15:51
http://www.sondakika.com/haber-suryani-metropolit-suryanice-turkiye-icin-buyuk-2761953/

Baska haberler:
http://www.artuklu.edu.tr/Etkinlikler.asp?Id=263

http://www.mardin.gov.tr/

http://www.sondakika.com/

http://www.nevsehirmedya.com/

Tarihleri, kültürleri ve inançlarıyla Süryaniler

NAİM DİLMENER


'Süryaniler' kitabı, işe 'sıfır noktası'ndan başlıyor. 'Köken'den giriyor; Antakya, Roma, Milano'dan geçiyor, Mezopotamya'yı kucaklıyor, Mardin ve Diyarbakır başta olmak üzere Güneydoğu üzerinden de İstanbul'a ve başka metropollere ulaşıyor.

Son beş-on yıldır, bu toprakların geçmişine/tarihine daha fazla ilgi duyar, giderek daha çok şey öğrenmek ister olduk. Bunu yapmaya başladığımızda da ilk karşılaştığımız sözcük ya da isimlerden biri ‘Süryani’ oldu... Çoğu insan için ‘Süryani’ bir ‘din’ demekti, Hıristiyanlığın bir mezhebi ya da. Doğru değildi bu ama çok da yanlış sayılmazdı. Çünkü ilk Hıristiyanlardandı Süryaniler ve tam da bu nedenle zaten, Süryani, Kadim olarak da anılmaktaydılar. Ama esas mevzu şuydu: Bir ‘ırk’tı Süryaniler; Türk gibi, Kürt gibi, Rum ya da Ermeni gibi. Dinden/Hıristiyanlıktan önce bu gelmeliydi orta yere ama öyle olamıyordu ne yazık ki. Ama işte, önce ‘mozaik’ ardından da mozaiğin unsurlarından konuşmaya başladık ve her şey bir bir netleşmeye başladı. ‘Köken’ ve ‘dil’ her şeyden önce gelmekteydi; ‘din’den bile önce. Din hiç şüphesiz, kökeni de/dili de etkilemiş, hatta değiştirmiş, farklılaştırmış, dönüştürmüş olmalıydı. Ama bu topraklarda milattan önceki yıllarda da Süryaniler (başka ırk ve gruplarla birlikte) vardı ve bu toprakların, ‘bereketli topraklar’ kılanabilmesi yolunda, onlar da herkes kadar (belki herkesten de fazla) çaba harcamış, bu konuda ellerinden geleni yapmıştı. Bütün bunların (zoraki ya da rahat ve huzur içinde, farketmez) konuşulabiliyor olması, bu alandaki ‘yazılı tarih’in de artmasına sebep oldu. Yakup Tahincioğlu’nun ‘Tarihleri, Kültürleri ve İnançlarıyla 5500 Yıldır Bu Topraklarda Yaşayan Süryaniler’, bu alandaki çalışmaların/çabaların en son örneği.

Binlerce yıl öncesine dayanan tarihin büyük bir kısmı, mecburen sözlüydü ve yazının keşfi dahi, bu sözlü kısmın büyük bir kısmını kağıda aktarmaya yetmemişti. Bugün gelinen nokta ise şu: Çok sayıda Süryanice metin, orijinal dilinde yeniden basılmayı ve başta Türkçe olmak üzere, farklı dillere çevrilmeyi bekliyor. Bu beklenmekteyken de, yepyeni kaynaklar, Türkçe yazılmış/yayımlanmış kitaplar giriyor devreye.

5500 yıldır bu topraklarda

Mardin kökenli Tahincioğlu ailesinin bir ferdi olan Yakup Tahincioğlu, bir kısmımız için tanıdık bir isim. Şeker ve çikolata alanının önde gelen firmalarından Kent’in kurucularından olan Yakup Tahincioğlu, yıllar yılıdır en ufak bir karşılık ya da jest beklemeden bir nefer gibi çalışmakta; Süryaniler için de, doğup büyüdüğü Mardin için de. Her şeyin ‘saklanmak’, olmadı ‘göze batmamak’ üzerine kurulu olduğu o 50 ve 60’lı yıllarda bile, Yakup Tahincioğlu (ve ailesinin tamamı) göğsünü gere gere kökenlerinden/özelliklerinden söz etti, bu konuda sessiz kalmadı.
450 sayfayı bulmuş ‘Süryaniler’ kitabı, tabiri caizse işe ‘sıfır noktası’ndan başlıyor. ‘Köken’den giriyor; Antakya, Roma, Milano’dan geçiyor, bütün bir Mezopotamya’yı kucaklıyor, Mardin ve Diyarbakır başta olmak üzere Güneydoğu üzerinden de İstanbul’a ve dünyanın başka metropollerine ulaşıyor. Kitabın omurgası, Süryanilere dayatılan ‘yaşam şekli’nin mecburi sonucu olan göç yollarını takip ediyor, bir bakıma. Başlar, ilerlerken de, Süryanilerin o uygarlığı kendi elleriyle kurdukları milattan önceki ve sonraki zamanları ince ince, ayrıntılı ayrıntılı anlatıyor, sıralıyor. Hıstiyanlığı topluca kabul eden ilk ırk olmanın (ki bu nedenle, Süryani Kadim olarak adlandırılmışlardır) getirdiği zorluklar da yer almakta Tahincioğlu’nun kitabında; olumlu anlamda sebep olduğu değişim ve dönüşümler de. Ama öncesi ya da sonrası farketmez, kitabın en önemli meziyeti, bu toprakların böylesine bereketli kılınabilmesinin en önemli unsurlarından birinin Süryaniler olduğunu net bir biçimde ortaya çıkarıyor olmasıdır.

Aslında bir destan

Kaç bin yıldır bu toprakları ekmiş/biçmiş, kaç bin yıldır bu toprakları bereketli kılmak için çabalamış, kaç bin yıldır hayatı hep daha iyi ve daha güzele (ç)evirmeye gayret etmiş Süryaniler’in zenginliklerle dolu tarihi, Yakup Tahincioğlu’nun kaleminden daha da zenginleşmiş/daha da anlam kazanmış. Bilimden sanata, tıptan mühendisliğe kadar her ama her alanda mükemmel işlere imza atmış; bu mükemmel işleri/buluşları, köyden şehir yaşamına geçme/birlikte yaşamayı daha sosyal ve cazip kılma niyetiyle gündelik hayata acilen aktarmış/yaygınlaştırmış Süryanilerin tarihi, aslında bir destan. Milyonlarca çelebi insanın iş ve güç birliği içinde yarattığı/yazdığı bir destan.

SÜRYANİLER, Yakup Tahincioğlu, Boutique Yayıncılık, [Istanbul] 2011, 450 sayfa, 20 TL.

Kaynak: Radikal, 27/05/2011

Sonntag, 29. Mai 2011

Ein Christ ins Parlament? Türkei steht vor historischem Schritt

Istanbul (APA) - Der Name Erol Dora ist den meisten Türken kein Begriff. Und doch könnte der 47-jährige Rechtsanwalt schon in wenigen Wochen für eine historische Sensation in dem EU-Bewerberland sorgen. Als erster christlicher Politiker sei einem halben Jahrhundert hat Dora realistische Chancen, nach der Parlamentswahl am 12. Juni in die Volksvertretung von Ankara einzuziehen.

Das wird auch Zeit, meint Dora. „Seit den 1960ern gab es keinen christlichen Parlamentsabgeordneten mehr“, sagte der Anwalt kürzlich. „Ich finde das nicht normal.“ Dora ist einer von etwa 13.000 syrisch-orthodoxen Christen in der Türkei. Die traditionelle Heimat der kleinen Minderheit, deren Mitglieder bis heute Aramäisch sprechen, die Sprache von Jesus Christus, liegt in der südostanatolischen Provinz Mardin. Dort stehen auch die uralten Klöster der syrisch-orthodoxen Christen; das wichtigste davon, Mor Gabriel, ist in den vergangenen Jahren durch einen Rechtsstreit mit dem türkischen Staat auch international bekanntgeworden.

Auch Dora stammt aus dem Südosten der Türkei, wenn er auch längst in Istanbul arbeitet. Geboren wurde er 1963 in einem kleinen, rein christlichen Dorf, das er als Neunjähriger verließ, um auf die Schule zu gehen. In den 1990er Jahren wurde die Ortschaft von den türkischen Sicherheitskräften im Krieg gegen die kurdischen PKK-Rebellen geräumt, die Einwohner verloren ihre Heimat und flohen teilweise bis nach Westeuropa, genau wie viele Bewohner von rund 3.000 anderen zerstörten Dörfern im Kurdengebiet.

Auch wegen dieses Schicksals ist Dora als Vertreter der Region glaubwürdig, wenn er in Mardin Wahlkampf macht. Dass er Christ sei, störe hier niemanden, berichtete er telefonisch aus Mardin. Die Provinz hat eine ethnisch und religiös bunt gemischte Bevölkerung, die Türken, Kurden, Araber, Muslime, Christen und Jesiden einschließt. „Wir leben hier seit Jahrtausenden zusammen“, sagte Dora. „Wenn hier jemand etwas gegen Christen hätte, dann hätte ich nicht kandidieren können.“

So offen für christliche Kandidaten ist der Rest der Türkei nicht unbedingt. Obwohl das Land offiziell eine säkuläre Republik ist, betrachtete der Staat die Mitglieder nicht-muslimischer Gruppen lange Zeit als potenzielle Verräter: Armenier und Griechen galten als Agenten feindlicher Mächte, Juden waren ohnehin suspekt, und auch die kleineren Minderheiten wie die syrisch-orthodoxen Christen hatten Probleme. Erst seit wenigen Jahren dürfen die Christen in der Türkei Kirchen bauen, auf einen eigenen Rechtsstatus als religiöse Gemeinschaften warten sie immer noch.

Ein armenischer Senator namens Berc Sadak Turan war in den 1960er Jahren der bisher letzte Volksvertreter christlichen Glaubens in der Türkei. Mitte der 1990er Jahre schickte eine konservative Partei den jüdischen Geschäftsmann Cefi Kamhi ins Parlament von Ankara.

Auch heute haben die großen türkischen Parteien noch Berührungsängste, wenn es um nicht-muslimische Politiker geht. Dora kandidiert in Mardin als offiziell parteiloser Kandidat, und zwar auf einer Liste, die von der Kurdenpartei BDP unterstützt wird. Die BDP will damit die in der Türkei geltende Zehn-Prozent-Hürde umgehen. Sie war die einzige Partei, die sich für den christlichen Anwalt interessierte. Bei der islamisch geprägten Regierungspartei AKP findet sich kein einziger nicht-muslimischer Kandidat für die 550 Plätze im Parlament, und auch die säkularistische Partei CHP fand für ihre einzige jüdische Kandidatin nur einen aussichtslosen Listenplatz.

Dora dagegen kann auf ein Mandat in Ankara hoffen: Die Provinz Mardin schickt fünf Abgeordnete in die Hauptstadt, und da hat er als unabhängiger Kandidat gute Chancen, dabei zu sein.

Wenn er erst einmal in Ankara ist, dann will er sich als Fürsprecher der Christen betätigen und generell für die Demokratisierung des Landes kämpfen, sagte Dora. „Ich will als Bürger der türkischen Republik mitarbeiten.“ Immerhin soll das neue Parlament eine neue Verfassung für das Land ausarbeiten. Auch für ein Ende des Kurdenkonfliktes will sich Dora in Ankara einsetzen. Schließlich möchte er eines Tages in sein Heimatdorf zurückkehren. „Wir wollen, dass der Krieg zu Ende geht. Wir sind doch alle Brüder.“

Tiroler Tageszeitung, Onlineausgabe vom Fr, 27.05.2011 13:58