Freitag, 10. Juni 2011

Erster Christ auf dem Weg ins Parlament

Istanbul (kna) Wenn am Sonntag gewählt wird in der Türkei, dann könnte erstmals seit einem halben Jahrhundert wieder ein Christ ins türkische Parlament einziehen. Der Aramäer Erol Dora, ein 47-jähriger Rechtsanwalt, hat gute Chancen, als unabhängiger Kandidat aus dem südostanatolischen Mardin direkt ein Mandat zu bekommen. Dora, dessen Kandidatur von der Kurdenpartei BDP unterstützt wird, würde damit zum ersten christlichen Abgeordneten in der Volksvertretung in Ankara seit dem Militärputsch von 1960.

Im Vorfeld der Wahlen hatte es einen noch nie dagewesenen Ansturm christlicher Kandidaten auf die Listen der Parteien gegeben. Insbesondere bei der religiös-konservativen AKP von Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan hatten sich mehrere Christen um einen Listenplatz beworben, darunter ein Aramäer, zwei Armenier und ein griechisch-orthodoxer Christ. Je ein Armenier bewarb sich auch bei der kemalistischen CHP und der nationalistischen MHP.

Dass die christlichen Bewerber es letztlich nicht aus dem Feld der mehr als 10 000 Bewerber unter die 1500 Kandidaten der drei großen Parteien schafften, erklärt der aramäische Christ Markus Ürek, der sich vergeblich um eine Kandidatur für die AKP bewarb, eher mit technischen Gründen als mit religiösen Vorurteilen: "Erdogan kannte mich wohl einfach nicht gut genug, um mich aufzustellen", sagt Ürek. Dennoch unterstütze er die AKP weiterhin – als die beste Partei für die christlichen Minderheiten.

Allein die Bewerbungen der türkischen Christen bei den Parteien betrachten Beobachter wie der Soziologe Ayhan Aktar von der Istanbuler Bilgi-Universität als Indiz für ihr gestiegenes Selbstbewusstsein in der türkischen Republik. "Es gibt eine Annäherung zwischen dem Staat und den Minderheiten", sagt Aktar. "Die Minderheiten fühlen sich heute wohler in der Politik."

Wesentlich beigetragen zu dieser Entwicklung haben auch zwei Personalentscheidungen der Regierung in diesem Jahr. Europaminister Egemen Bagis berief einen armenischen Christen in sein Ministerium; wenig später trug das Außenministerium einem Armenier den Posten des OECD-Botschafters an. Und auch sonst hat das Kabinett Erdogan bei den Christen punkten können: In gleich mehreren Kirchen und Klöstern verschiedener christlicher Konfessionen durfte erstmals seit Jahrzehnten wieder Gottesdienst gefeiert werden.

zuletzt aktualisiert: 10.06.2011 - 02:30
Quelle: RP / nachrichten.rp-online.de

Aramäer könnte ins türkische Parlament einziehen


Foto: pr Der Aramäer Erol Dora will ins türkische Parlament gewählt werden. Das Foto zeigt sein Wahlplaka


Autor: Boris Kálnoky| 18:54

Christ könnte ins türkische Parlament einziehen

Zum ersten Mal seit Jahrzehnten hat ein Christ Chancen auf einen Sitz im türkischen Parlament. Doch das heißt nicht zwangsläufig, dass das Land liberaler wird.
Es könnte ein wunderbares Aushängeschild für eine freiere, tolerantere Türkei sein: Ein Christ im Parlament.

Wenn am 12. Juni gewählt wird, wird es spannend in der südosttürkischen Stadt Mardin. Dort kandidiert als Unabhängiger der 47-jährige Rechtsanwalt Erol Dora. Er ist Aramäer und Christ, und allem Anschein nach hat er gute Chancen, genügend Stimmen zu bekommen.

Das wäre eine schöne Geschichte für die neue, islamischere Türkei, deren Regierungspartei AKP dem Anspruch nach ja auch freier sein will, und tolerant gegenüber allen Minderheiten und Religionen.
Nur, es gibt einen Haken: Unterstützt wird Dora nicht von der AKP, sondern von der kurdischen BDP. Und die hat gerade unter massivem Druck der Regierung zu leiden.
Christen galten früher als Agenten ausländischer Mächte BDP-Vizechef Nihat Ogras wurde vor wenigen Tagen verhaftet wegen „Mitgliedschaft in einer Terrororganisation“, und die Parlamentskandidatin Hatip Dicle wurde gerade zu fast zwei Jahren Haft verurteilt, wegen „PKK-Propaganda“. Tatsächlich gilt die BDP als politischer Arm der Terrorgruppe PKK.

Trotzdem ist die Kandidatur des Aramäers ein deutliches Zeichen für eine – freilich sehr relative – Verbesserung der Lage der christlichen Minderheiten im Land. Unter dem früheren „kemalistischen“ Regime wäre es wohl gar nicht erst zur Kandidatur gekommen. Christen galten damals mehr oder minder als gefährliche Agenten ausländischer Mächte.

Doch neuerdings gibt es Fortschritt. Weniger als ein Prozent der Türken sind Christen, aber von diesen wenigen Hunderttausend hatten sich diesmal eine ganze Reihe von Bewerbern um eine Kandidatur für das Parlament bemüht. Dass keiner es schaffte, unter die 1500 zu gelangen, die von den Parteien schließlich aufgestellt wurden, zeugt von der Zähigkeit der Vorurteile oder einfach von den Mehrheitsverhältnissen. Parteien wollen ja auch, dass ihre Kandidaten siegen. Aber dass christliche Bewerber es überhaupt versuchen, dass zeugt von gewachsenem Selbstvertrauen und das hat viel mit der Politik der AKP zu tun.

Es ist eine Politik, die – dem Anspruch nach – Religionen unterstützt, weil sie selbst religiös geprägt ist. Aber nur teilweise: Alewiten etwa haben es schwerer als zuvor. Sie gelten als politische Gegner, da sie Angst haben vor dem sunnitischen Islam der AKP und Schutz suchen, indem sie säkulare Parteien wählen. Oppositionschef Kemal Kilicdaroglu soll selbst Alewit sein, der Wahlkampf besteht dieser Tage zu einem guten Teil aus Verunglimpfungen dieser Glaubensgemeinschaft im Allgemeinen und Kilicdaroglus im Besonderen.

Auch Griechisch-Orthodoxe haben es schwer, sie gelten als besonders suspekt. Wie armenische Christen dürfen sie in der Türkei keine Priester ausbilden. Weiterhin haben christliche Glaubensgemeinschaften keinen Rechtsstatus und können kein Eigentum besitzen.

"Türkische Lösungen"

Wo es dennoch Kirchen und Glaubensgemeinschaften gibt, funktionieren sie aufgrund komplizierter „türkischer Lösungen“, halb illegal, und immer in Gefahr, enteignet oder aufgelöst zu werden. Die mehreren Zehntausend Kirchenimmobilien, die noch in den 30er-Jahren gezählt wurden, sind heute überwiegend enteignet.
Dennoch: Der türkische Staat renoviert Kirchen, erlaubt seit einigen Jahren wieder deren Gebrauch für Gottesdienste, statt als Museum oder Warenlager.
Ist die AKP-Regierung nun Freund oder Feind? Darüber zerbrach sich der orthodoxe Patriarch Bartholomaios I. lange den Kopf. „Ich glaube an die Ehrlichkeit von Ministerpräsident Erdogan“, sagte er "Welt Online“ im Jahr 2004 und gab die Schuld an allen Rückschlägen dem „Staat im Staat“, also letztlich den Militärs.
Deren Einfluss schwindet nun, aber dennoch änderte sich wenig – Batholomaios begann zu verzweifeln. So kam es im Jahr 2009 zu seinem vielzitierter Ausruf, die Türkei wolle seine Gemeinschaft „kreuzigen“.

Zunehmend Übergriffe auf Christen

Dann kam doch ein wenig Bewegung, der Patriarch dankte ausdrücklich der türkischen Regierung, als erstmals seit Jahrzehnten ein Gottesdienst im orthodoxen Sümela-Kloster (Nordtürkei) erlaubt wurde. Aber Ende Mai dieses Jahres hielt er eine geharnischte Rede, in der er endlich Taten forderte: die Rückgabe dreier Kirchen im Istanbuler Stadtteil Galata und die seit langen Jahren versprochene Öffnung des Priesterseminars auf Heybeliada.

Hoffen kann man immer – aber allein von 2001 bis 2005 verlor das Patriarchat 144 von 144 Immobilienprozessen. Und der teilweisen Liberalität der Regierung stehen zunehmend Übergriffe auf Christen gegenüber.

Der Priestermord von Trabzon 2006, die Morde an vier evangelikalen Missionaren 2007, der Mord am katholischen Bischof Padovese im vergangenen Jahr, all das mögen dunkle Machenschaften gewesen sein, um die islamisch geprägte Regierung zu diskreditieren – aber solange die Regierung selbst nicht deutlich mehr tut, um die christlichen Gemeinschaften zu stärken, wird ihr Bekenntnis zur Glaubensfreiheit hohl klingen.

WELT, 9.6.2011

Donnerstag, 9. Juni 2011

Überfall auf syrisch-orthodoxen Bischof wird erneut verhandelt

WARBURG/PADERBORN / 09.06.2011

Bundesgerichtshof muss sich mit Revision beschäftigen

Paderborn (lnw). Der Überfall auf das ehemalige Oberhaupt der syrisch-orthodoxen Kirche in Deutschland beschäftigt weiter die Justiz. Zwei der drei im April zu langen Haftstrafen verurteilten Männer haben Revision gegen den Richterspruch eingelegt, wie die Staatsanwaltschaft Paderborn am Donnerstag mitteilte. Außerdem reichte sie eine neue Anklage gegen den mutmaßlichen Anstifter des Verbrechens ein.

Die Täter hatten den Geistlichen im Kloster Warburg überfallen, geschlagen und ausgeraubt. Zur besonderen Demütigung schnitten sie ihm auch noch den Bart ab, fesselten und knebelten ihn. Ein damals 23-Jähriger wurde zu fünfeinhalb Jahren Gefängnis verurteilt, sein Urteil ist jetzt rechtskräftig. Revision eingelegt haben zwei weitere Angeklagte, die zu sieben beziehungsweise viereinhalb Jahren Haft verurteilt worden sind. Mit der Revision muss sich nun der Bundesgerichtshof beschäftigen.

Die neue Klage vor dem Paderborner Amtsgericht richtet sich gegen einen 64 Jahre alten Mann aus Wiesbaden. Er soll mit dem Bischof in Streit gelegen und die Täter angestiftet haben, ihn zu verprügeln.

Der Mann sitzt seit Ende Februar in Untersuchungshaft

nw-news.de

Gute Wahlchancen für syrisch-orthodoxen Kandidaten

Kabinett Erdogan konnte in den vergangenen Monaten bei Christen punkten

Ankara, 09.06.2011 (KAP) Wenn am Sonntag in der Türkei gewählt wird, dann könnte erstmals seit einem halben Jahrhundert wieder ein Christ ins türkische Parlament einziehen. Der syrisch-orthodoxe Ostanatole Erol Dora, ein 47-jähriger Rechtsanwalt, hat gute Chancen, als unabhängiger Kandidat aus dem Bezirk Mardin direkt ein Mandat zu bekommen. Dora, dessen Kandidatur von der Kurdenpartei BDP unterstützt wird, würde damit zum ersten christlichen Abgeordneten in der Volksvertretung in Ankara seit dem Militärputsch von 1960.

Im Vorfeld der Wahlen hatte es einen noch nie dagewesenen Ansturm christlicher Kandidaten auf die Listen der Parteien gegeben. Insbesondere bei der religiös-konservativen AKP von Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan hatten sich mehrere Christen um einen Listenplatz beworben, darunter ein Syrisch-Orthodoxer, zwei Armenier und ein Griechisch-Orthodoxer. Je ein Armenier bewarb sich auch bei der kemalistischen CHP und der nationalistischen MHP.

Dass die christlichen Bewerber es letztlich nicht aus dem Feld der mehr als 10.000 Bewerber unter die 1.500 Kandidaten der drei großen Parteien schafften, erklärt einer der Hoffnungsträger, der sich vergeblich um eine Kandidatur für die AKP bewarb, eher mit technischen Gründen als mit religiösen Vorurteilen. "Erdogan kannte mich wohl einfach nicht gut genug, um mich aufzustellen", so Markus Ürek, der syrisch-orthodox ist. Dennoch unterstütze er die AKP weiterhin - als die beste Partei für die christlichen Minderheiten.

Allein die Bewerbungen der türkischen Christen bei den Parteien betrachten Beobachter wie der Soziologe Ayhan Aktar von der Istanbuler Bilgi-Universität als Indiz für ihr gestiegenes Selbstbewusstsein in der türkischen Republik. "Es gibt eine Annäherung zwischen dem Staat und den Minderheiten", sagt Aktar, der auf die Probleme der religiösen Minderheiten spezialisiert ist: "Die Minderheiten fühlen sich heute wohler in der Politik." Noch vor zehn Jahren hätte es kein Aramäer gewagt, sich um eine Kandidatur für das türkische Parlament zu bewerben, sagt auch Markus Ürek: "Die Verbesserung der türkischen Demokratie hat mich ermutigt, es zu versuchen."

Wesentlich beigetragen zu dieser Ermutigung der türkischen Christen haben zwei Personalentscheidungen der Regierung in diesem Jahr. Im März berief Europaminister Egemen Bagis einen armenischen Christen in sein Ministerium; wenig später trug das Außenministerium einem Armenier den Posten des OECD-Botschafters an. Damit wurde mit dem seit Gründung der Republik andauernden Tabu gegen Christen im Staatsapparat gebrochen, sagt Aktar.

Und auch sonst hat das Kabinett Erdogan in den vergangenen Monaten bei den Christen - die freilich weniger als ein Prozent der Wähler ausmachen - punkten können. In gleich mehreren Kirchen und Klöstern verschiedener christlicher Konfessionen durfte erstmals seit Jahrzehnten wieder Gottesdienst gefeiert werden: im griechisch-orthodoxen Sümela-Kloster in der Nordtürkei etwa oder in der Heilig-Kreuz-Kirche im osttürkischen Van im September für die überraschten Armenier. Historische Kirchen wie das Marienhaus in Ephesus und die Pauluskirche in Tarsus wurden zuletzt nicht mehr starr als Museen behandelt, sondern konnten auf Anfrage von christlichen Gruppen für Gottesdienste genutzt werden.

kathweb.at / 09.06.2011

Syrisch-orthodoxes Kloster Mor Augin "wiedereröffnet"

Traditionsreiches Kloster Mor Augin soll wieder spirituelles Zentrum werden

Ankara, 09.06.2011 (KAP) Im Südosten der Türkei, im Tur Abdin, ist vor wenigen Tagen ein Kloster der syrisch-orthodoxen Kirche "wiedereröffnet" worden. Das Kloster Mor Augin wurde im 4. Jahrhundert gegründet, in der Blütezeit lebten dort mehr als 350 Ordensmänner. Mor Augin war ein bedeutendes spirituelles Zentrum, von dem aus Klöster bis in den Irak hinein gegründet wurden. Vor hundert Jahren lebten dort noch zwölf Mönche, 1970 starb der letzte. Seither stand das Kloster leer, der Großteil des weitläufigen Gebäudekomplexes am Südhang des Berges Izlo verfiel. Seit wenigen Tagen lebt der Mönch Yoken Unfal wieder im Kloster. Er hoffe, so P. Yoken im "Kathpress"-Gespräch vor Ort, dass sich Mor Augin bald wieder zu einem spirituellen Zentrum der Region entwickeln werde.

Die Einführung von P. Yoken fand kürzlich im Rahmen eines festlichen Gottesdienstes mit rund 300 Teilnehmern statt, dem der Bischof des Tur Abdin, Timotheus Samuel Aktas, vorstand. In einem Schreiben begrüßte auch das Oberhaupt der syrisch-orthodoxen Kirche, Patriarch Ignatius Zakka I. Iwas, die neue spirituelle Initiative im Tur Abdin.

P. Yoken wurde 1975 im Tur Abdin geboren und wanderte 1989 mit seiner Familie - wie auch viele andere Christen - nach Westeuropa aus. In den Niederlanden absolvierte er die Schule, bevor er 2000 zum Studium ins syrisch-orthodoxe Patriarchat nach Damaskus ging. 2004 wurde er zum Mönch und 2005 zum Priester geweiht. Schon im April 2010 bestellte ihn Patriarch Ignatius Zakka I. Iwas zum neuen Abt des Klosters Mor Augin.

Bisher lebte der neue Abt allerdings im Kloster Mor Gabriel, von wo aus er tagsüber mit einigen Mitarbeitern nach Mor Augin fuhr, um notwendige Renovierungsarbeiten durchzuführen. Wie er im "Kathpress"-Gespräch erläuterte, sei zuerst die Hauptkirche gesäubert und notdürftig eingerichtet worden. Dann habe man einige noch im relativ guten Zustand befindliche Räume als Aufenthalts- und Schlafzimmer, Küche und Bad eingerichtet.

Neben der Hauptkirche sind die Krypta und die Marienkirche die vordringlichsten Gebäude, die wieder hergestellt werden müssten. Die türkischen Behörden haben 2008 die schmale Bergstraße zum Kloster asphaltiert und im Vorjahr eine Stromleitung verlegt.

Der Gründer des Klosters, Mor Augin (+ 363) war ein Mönch und Wundertäter aus Ägypten. Er wird in der syrisch-orthodoxen Kirche als Heiliger verehrt und gilt als der Begründer des klösterlichen Lebens im Tur Abdin und als dessen zweiter Missionar.

Im Tur Abdin, einst ein blühendes Zentrum der syrisch-orthodoxen Kirche, leben heute nur noch etwas mehr als 2.000 Christen.

kathweb.at / 9.6.2011

Mittwoch, 8. Juni 2011

Süryani kilisesine mühür


Hürriyet, 6 Haziran 2011 / Tuncay YILDIRIM/KÖLN

Köln'de Süryani cemaati, iki yıldır ibadet ettikleri kiliselerinde dün düzenledikleri kutsamaya bir saatlik özel izinle girebildiler. Belediye yeterli yangın önlemi bulunmadığı gerekçesiyle kapıya mühür vurunca ayin yakındaki bir Katolik kilisende devam etti.

Süryani kilisesine mühür

Almanya'nın Köln kentinde Süryanilere ait St. Simon Kilisesi yeterli yangın tertibatı olmadığı gerekçesiyle belediye tarafından mühürlendi. İki yıldır ayinlerini bu kilisede düzenleyen Süryani cemaati dün kilisenin kutsanacağı ayine gelince mühürlenmiş kapılarla karşılaştı.

2000 yılında kilise olarak inşa edildikten sonra cemaat yetersizliği nedeniyle kapatılarak avcılar kulübüne dönüştürülen binayı 2008'de satın alan Süryaniler, yeniden restore ederek kilise olarak kullanmaya başladılar. Yaklaşık 200 kişinin ibadet edebildiği kilisenin resmi açılışı iki yıl önce yapıldı. Ancak dini ritüellere göre kilisenin kutsanması dün gerçekleştirildi. Kutsama için Suriye ve Türkiye'den ruhani liderler geldi.

PAPAZ GİRİNCE CEMAAT DE DALDI


Dün saat 10.00'da kilisenin kutsandığı ayine katılmak üzere gelen cemaat dışarıda beklemeye başladı. Kapı mühürlendiği için önce içeriye kimse alınmadı. Köln Belediyesi'nden bir görevli kutsama için içeriye papazlarla birlikte 10 kişinin alınabileceğini, daha fazlasına izin verilmeyeceğini belirterek, ana giriş kapısındaki mührü bir saatliğine söktü. Ancak papazlar içeriye girince cemaat de onlarla birlikte girdi. Böylece ayin başladı. Bu sırada cemaat yöneticileri kiliseye gelen polis ve belediye görevlileriyle konuşarak, olası bir gerginliği önlediler. Görevli ve polis memuru bir saat sonra kilisenin tamamen boşaltılması koşuluyla duruma göz yumdular. Kilisedeki ayin bir saatten fazla sürünce, cemaat yakındaki Katolik kilisesine giderek, ayine devam etti. Kilise boşaltıldıktan sonra belediye görevlisi kapıyı yeniden mühürledi.

BU DURUM BİZİ ÜZDÜ

Süryani Cemaati İkinci Başkanı Bedih Kaya, iki yıldır kiliselerinde rahatlıkla ibadetlerini yaptıklarını belirterek, "Yangın önemlerinin yetersiz olduğu belirtilerek kapımıza mühür vuruldu. Oysa biz burada iki yıldır ibadet ediyoruz. Bu güne kadar kimse sorun çıkarmadı. Üstelik bina kilise olarak inşa edilmiş. Biz önemli bir değişikliklik de yapmadık. Kutsama için din adamlarımız Suriye ve Türkiye'den özel olarak geldiler. Almanya'nın değişik kentlerinden çok sayıda cemaat de geldi. İçeriye girmemize izin verilmeseydi ayini bahçede yapmak zorunda kalacaktık. Memurlar kolaylık gösterdi. Ama böyle bir gerekçeyle, bu önemli ayin öncesi kapıya mühür vurulması bizi üzdü. Mimarımızla görüştük. Sorunu bir an önce çözeceğiz" dedi.

YA TÜRKİYE'DE OLSAYDI

Yaşanan sorunu yerinde incelemek üzere kiliseye gelen Köln Belediye Meclisi Üyesi Malik Karaman belediyenin bu tutumunu yadırgadığını belirterek şöyle konuştu:

"Burası kilise olarak inşa edilmiş. Üstelik Süryaniler burayı iki yıldır kullanıyor. Bu çok özel günlerinde böylesi tatsız bir durumu yaşamaları beni çok üzdü. Bu Köln'ün imajına zarar veren tatsız bir durum. Üstelik din özgürlüğü konusunda Türkiye'ye sürekli eleştiri yönelten Almanya'da hiç karşılaşılmaması gereken bir olay. Ben az önce bir din adamıyla görüştüm. Suriye'de bile kiliseye mühür vurulmadığını söyledi. Bu olay Türkiye'de olsa Avrupalılar kıyameti koparırdı. Bugün Süryaniler burada kendi kiliselerindeki kutsama törenine katılamadılar. Kapıya mühür vurulması onları çok incitti. Sorunun takipçisi olacağım."

9. Juni: Fest des heiligen Kirchenvaters Ephräm des Syrers

Benedikt XVI. und die ‚Zither des Heiligen Geistes’. Theologie, die zu Liturgie wird

Von Armin Schwibach

Rom (kath.net/as) Ephräm der Syrer (um 306 in Nisibis, † 9. Juni 373 in Edessa) ist der bedeutendste Kirchenvater syrischer Sprache, dessen Festtag die Kirche am 9. Juni begeht. Am 28. November 2007 hatte sich Papst Benedikt XVI. im Rahmen seiner Katechesenreihe über die Kirchenväter mit diesem angesehensten Dichter des ganzen Zeitalters der Patristik auseinandergesetzt. Ihn ehrte die christliche Tradition mit dem Titel „Zither des Heiligen Geistes“. Ephräm sei es gelungen, so der Papst, „in einzigartiger Weise die Berufung zum Theologen und jene zum Dichter miteinander zu verbinden“.

Eines der Anliegen Benedikts XVI. war es, zu verdeutlichen, dass das Christentum keine „europäische Religion“ ist, da sich seine Wurzeln im Alten Testament und somit in Jerusalem und in der semitischen Welt finden. Auch dessen Ausbreitung in den ersten Jahrhunderten „erfolgte sowohl in Richtung Westen – in die griechisch-lateinische Welt, wo es dann die europäische Kultur inspirierte – als auch nach Osten, bis nach Persien und Indien, und trug so zur Entstehung einer spezifischen Kultur in semitischen Sprachen mit einer eigenen Identität bei“. Somit betonte der Papst die kulturelle Vielgestaltigkeit des einen christlichen Glaubens der.

Ephräm sei sein ganzes Leben lang Diakon seiner Kirche geblieben. Es sei dies eine entscheidende und sinnbildliche Wahl gewesen: „Er war Diakon, das heißt Diener, sowohl im liturgischen Dienst als auch, auf radikalere Weise, in der Liebe zu Christus, der von ihm auf unvergleichliche Weise besungen wurde, und schließlich in der Liebe zu den Brüdern, die er mit seltener Meisterhaftigkeit in die Kenntnis der göttlichen Offenbarung einführte.“

Das Werk des Kirchenlehrers Ephräm ist vielfältig gewesen: Streitschriften und Bibelkommentare in Prosa, Homilien in Versform und schließlich zahlreiche Hymnen, in denen er sich zugleich als Theologe und als Dichter auszeichne. Mit kontrastreichen Bildern und Symbolen lote Ephräm so das Geheimnis des Dreifaltigen Gottes und der Heilsgeschichte aus. Die einprägsamen mit Melodien versehenen Texte dienten aber auch der Katechese, so der Papst.

Die Besonderheit seiner Arbeit liege eben darin, dass sich in seinem Schaffen Theologie und Dichtung begegnen: „Wenn wir uns seiner Lehre nähern wollen, müssen wir von Anfang folgendes betonen, nämlich die Tatsache, dass er Theologie in poetischer Gestalt betreibt. Die Dichtung gestattet ihm, die theologische Reflexion durch Paradoxa und Bilder zu vertiefen. Gleichzeitig wird seine Theologie Liturgie, sie wird Musik: Er war in der Tat ein großer Komponist, ein Musiker“.

„Theologie, Reflexion über den Glauben, Dichtung, Gesang, Lob Gottes gehen zusammen; und gerade in diesem liturgischen Charakter tritt in der Theologie Ephräms mit aller Klarheit die göttliche Wahrheit zutage. In seiner Suche nach Gott, in der Art, wie er Theologie betreibt, folgt er dem Weg des Paradoxons und des Symbols. Einander entgegengesetzte Bilder werden von ihm weithin bevorzugt, weil sie ihm dazu dienen, das Geheimnis Gottes hervorzuheben.“


Zum Festtag des heiligen Ephräm veröffentlicht kath.net die Katechese des Heiligen Vaters vom 28. November 2007:

Liebe Brüder und Schwestern!

Nach heutiger allgemeiner Meinung wäre das Christentum eine europäische Religion, die dann die Kultur dieses Kontinents in andere Länder exportiert hätte. Aber die Wirklichkeit ist sehr viel komplexer, da die Wurzel der christlichen Religion im Alten Testament und somit in Jerusalem und in der semitischen Welt liegt. Das Christentum nährt sich immer aus dieser Wurzel des Alten Testaments. Auch seine Ausbreitung in den ersten Jahrhunderten erfolgte sowohl in Richtung Westen – in die griechisch-lateinische Welt, wo es dann die europäische Kultur inspirierte – als auch nach Osten, bis nach Persien und Indien, und trug so zur Entstehung einer spezifischen Kultur in semitischen Sprachen mit einer eigenen Identität bei. Um diese kulturelle Vielgestaltigkeit des einen christlichen Glaubens der Anfangszeit zu zeigen, habe ich in der Katechese am vergangenen Mittwoch über einen Vertreter dieses anderen Christentums gesprochen, nämlich über Aphrahat, den persischen Weisen, der bei uns nahezu unbekannt ist. Auf derselben Linie möchte ich heute über den hl. Ephräm den Syrer sprechen, der um das Jahr 306 in Nisibis in einer christlichen Familie zur Welt kam. Er war der bedeutendste Vertreter des Christentums syrischer Sprache, und es gelang ihm, auf einzigartige Weise die Berufung des Theologen mit jener des Dichters zu verbinden. Er bildete sich und wuchs heran an der Seite des Bischofs Jakobus von Nisibis (303–338); mit ihm gemeinsam gründete er die theologische Schule seiner Stadt. Nach seiner Diakonweihe nahm er intensiv am Leben der christlichen Ortsgemeinde teil, bis Nisibis im Jahr 363 in die Hände der Perser fiel. Ephräm emigrierte nun nach Edessa, wo er seine Tätigkeit als Prediger fortsetzte. In dieser Stadt starb er 373 als Opfer der Pest, mit der er sich bei der Pflege der Pestkranken angesteckt hatte. Man weiß nicht mit Sicherheit, ob er Mönch war, aber gewiß ist jedenfalls, daß er sein ganzes Leben lang Diakon blieb und sich an das Gebot der Jungfräulichkeit und der Armut gehalten hat. So kommt in der Besonderheit seiner kulturellen Ausdrucksweise die gemeinsame und grundlegende christliche Identität zum Vorschein: der Glaube, die Hoffnung – diese Hoffnung, die ihn arm und keusch in dieser Welt leben läßt, indem er alle Erwartung auf den Herrn setzt – und schließlich die Liebe bis zur Selbsthingabe in der Pflege der Pestkranken.

Der hl. Ephräm hat uns ein großes theologisches Erbe hinterlassen: Sein beachtliches Werk läßt sich in vier Kategorien unterteilen: in gewöhnlicher Prosa geschriebene Werke (seine Streitschriften oder die Bibelkommentare); Werke in poetischer Prosa; Homilien in Versform; schließlich die Hymnen, mit Sicherheit das umfassendste Werk Ephräms. Er ist unter vielen Aspekten, besonders aber in theologischer Hinsicht ein reicher und interessanter Schriftsteller. Die Besonderheit seiner Arbeit liegt darin, daß sich in ihr Theologie und Dichtung begegnen. Wenn wir uns seiner Lehre nähern wollen, müssen wir von Anfang folgendes betonen, nämlich die Tatsache, daß er Theologie in poetischer Gestalt betreibt. Die Dichtung gestattet ihm, die theologische Reflexion durch Paradoxa und Bilder zu vertiefen. Gleichzeitig wird seine Theologie Liturgie, sie wird Musik: Er war in der Tat ein großer Komponist, ein Musiker. Theologie, Reflexion über den Glauben, Dichtung, Gesang, Lob Gottes gehen zusammen; und gerade in diesem liturgischen Charakter tritt in der Theologie Ephräms mit aller Klarheit die göttliche Wahrheit zutage. In seiner Suche nach Gott, in der Art, wie er Theologie betreibt, folgt er dem Weg des Paradoxons und des Symbols. Einander entgegengesetzte Bilder werden von ihm weithin bevorzugt, weil sie ihm dazu dienen, das Geheimnis Gottes hervorzuheben.

Ich kann jetzt nicht viel von ihm vorlegen, auch weil seine Dichtung schwierig zu übersetzen ist; aber um wenigstens eine Vorstellung von seiner poetischen Theologie zu geben, möchte ich aus zwei Hymnen zitieren. Vor allem auch im Hinblick auf den bevorstehenden Advent unterbreite ich euch einige wunderbare Bilder aus den Hymnen »Über die Geburt Christi«. Angesichts der Jungfrau bekundet Ephräm in inspiriertem Ton sein Staunen:

»Der Herr trat in sie ein, 
um Knecht zu werden. 
Das Wort trat in sie ein, 
um in ihrem Schoß zu verstummen. 
Der Donner trat in sie ein, 
um sein Lärmen zum Schweigen zu bringen. 
Der Hirt trat in sie ein, 
und siehe, das geborene Lamm, das leise weint. 
Denn der Schoß Mariens 
kehrte die Rollen um: 
Er, der alle Dinge geschaffen hat, 
nahm ihn in Besitz, aber als Armer. 
Der Allerhöchste kam in sie (Maria), 
aber er trat ein in Niedrigkeit. 
Die Herrlichkeit kam in sie, 
gekleidet aber in ärmliche Tücher. 
Er, der alle Dinge spendet, 
lernte den Hunger kennen. 
Er, der allen zu trinken gibt, 
lernte den Durst kennen. 
Nackt und unbekleidet trat er aus ihr hervor, 
er, der alle Dinge (mit Schönheit) kleidet«. 
(Hymnus De Nativitate 11,6–8).

Um das Geheimnis Christi zum Ausdruck zu bringen, verwendet Ephräm eine große Vielfalt von Themen, Ausdrucksformen und Bildern. In einem seiner Hymnen verbindet er auf wirksame Weise Adam (im Paradies) mit Christus (in der Eucharistie):

»Verschlossen wurde 
mit dem Schwert des Cherubs 
der Weg 
des Baumes des Lebens. 
Aber für die Völker 
hat sich der Herr dieses Baumes 
selbst als Speise hingegeben 
in der (eucharistischen) Darbringung. 
Die Bäume des Gartens Eden 
wurden dem ersten Adam als Nahrung gegeben. 
Für uns ist der Gärtner 
des Gartens selbst 
zur Nahrung 
für unsere Seelen geworden. 
Wir alle waren nämlich 
aus dem Paradies hinausgegangen, 
zusammen mit Adam, 
der es hinter sich gelassen hat. 
Jetzt, da das Schwert weggenommen ist 
von der Lanze, 
dort unten (am Kreuz), 
können wir dorthin zurückkehren«. 
(Hymnus 49,9–11)

Um über die Eucharistie zu sprechen, bedient sich Ephräm zweier Bilder: der Glut oder der glühenden Kohle und der Perle. Das Thema der Glut ist dem Propheten Jesaja entnommen (vgl. 6,6). Es ist das Bild des Seraphs, der die Glut mit der Zange nimmt und damit einfach die Lippen des Propheten berührt, um sie zu reinigen; der Christ hingegen berührt und ißt die Glut, die Christus selbst ist:

»In deinem Brot verbirgt sich der Geist, 
der nicht gegessen werden kann; 
in deinem Wein ist das Feuer, das man nicht trinken kann. 
Der Geist in deinem Brot, das Feuer in deinem Wein: 
Siehe, ein Wunder, das von unseren Lippen aufgenommen wird. 
Der Seraph konnte seine Finger nicht der Glut nähern, 
die sich nur dem Mund des Jesaja näherte; 
weder Finger haben sie genommen, noch Lippen haben sie geschluckt; 
uns aber hat der Herr gestattet, beides zu tun. 
Das Feuer kam mit Zorn herab, um die Sünder zu zerstören, 
aber das Feuer der Gnade kommt auf das Brot herab und bleibt dort. 
Statt des Feuers, das den Menschen zerstörte, 
haben wir das Feuer im Brot gegessen 
und sind belebt worden« 
(Hymnus De Fide 10,8–10)

Und noch ein letztes Beispiel aus den Hymnen des hl. Ephräm, wo er von der Perle als Symbol des Reichtums und der Schönheit des Glaubens spricht:

»Ich legte (die Perle), meine Brüder, auf meine Hand, 
um sie prüfen zu können. 
Ich schickte mich an, sie von der einen und von der anderen Seite zu betrachten: 
sie hatte von allen Seiten ein und dasselbe Aussehen. 
(So) ist die Suche des Sohnes, undurchschaubar, 
weil sie ganz Licht ist. 
In ihrer Klarheit sah ich den Klaren, 
der nicht undurchsichtig wird; 
und in ihrer Reinheit 
das große Symbol des Leibes unseres Herrn, 
der rein ist. 
In ihrer Unteilbarkeit sah ich die Wahrheit, 
die unteilbar ist« 
(Hymnus Über die Perle 1,2–3)

Die Gestalt Ephräms ist für das Leben der verschiedenen christlichen Kirchen noch immer sehr aktuell. Wir entdecken ihn vor allem als Theologen, der ausgehend von der Heiligen Schrift poetisch über das Geheimnis der von Christus, dem fleischgewordenen Wort Gottes, gewirkten Erlösung des Menschen nachdenkt. Seine theologische Reflexion wird mit Bildern und Symbolen zum Ausdruck gebracht, die der Natur, dem Alltagsleben und der Bibel entnommen sind. Der Dichtung und den Hymnen für die Liturgie verleiht Ephräm einen didaktischen und katechetischen Charakter; es handelt sich um theologische Hymnen, die sich gleichzeitig für das Gebet oder für den liturgischen Gesang eignen. Ephräm bedient sich dieser Hymnen, um anläßlich der liturgischen Feste die Lehre der Kirche zu verbreiten. Mit der Zeit haben sie sich als ein äußerst wirksames katechetisches Mittel für die christliche Gemeinde erwiesen.

Wichtig ist Ephräms Reflexion zum Thema Schöpfergott: Nichts in der Schöpfung ist zusammenhanglos, und die Welt ist neben der Heiligen Schrift eine Bibel Gottes. Wenn der Mensch in falscher Weise von seiner Freiheit Gebrauch macht, stellt er die Ordnung des Kosmos auf den Kopf. Für Ephräm ist die Rolle der Frau bedeutsam. Die Art und Weise, in der er von ihr spricht, ist immer von Einfühlungsvermögen und Achtung inspiriert: Der Aufenthalt Jesu im Schoß Mariens hat die Würde der Frau sehr erhöht. Wie es keine Erlösung ohne Jesus gibt, so gibt es für Ephräm keine Menschwerdung ohne Maria. Die göttlichen und menschlichen Dimensionen des Geheimnisses unserer Erlösung finden sich schon in den Texten Ephräms; auf poetische Weise und mit Bildern, die grundsätzlich der Heiligen Schrift entnommen sind, nimmt er den theologischen Hintergrund und in gewisser Weise selbst die Sprache der großen christologischen Definitionen der Konzilien des 5. Jahrhunderts vorweg.

Ephräm, der von der christlichen Tradition mit dem Titel »Zither des Heiligen Geistes« geehrt wurde, blieb sein ganzes Leben lang Diakon seiner Kirche. Es war eine entscheidende und sinnbildliche Wahl: Er war Diakon, das heißt Diener, sowohl im liturgischen Dienst als auch, auf radikalere Weise, in der Liebe zu Christus, der von ihm auf unvergleichliche Weise besungen wurde, und schließlich in der Liebe zu den Brüdern, die er mit seltener Meisterhaftigkeit in die Kenntnis der göttlichen Offenbarung einführte.

Kath.net / 8.6.2011