Dienstag, 28. September 2010

Archbishop of Canterbury opens Tur Abdin exhibition at Southwark Cathedral

Tuesday 28 September 2010

Giulio Paletta's exhibition of photographs of Tur Abdin in Turkey has been opened at Southwark Cathedral by the Archbishop of Canterbury.

Archbishop of Canterbury opens Tur Abdin exhibition at Southwark Cathedral

Photojournalist Giulio Paletta, who specialises in small Christian groups, has been to Tur Abdin in south-east Turkey to record the life of the Syrian Christians.

The little ancient Christian community in the mountains has been immune from Roman influence but suffered in recent upheavals which saw death or exile from beginning of the 19th century to the 1990s. The Syrian Orthodox minority now finds itself struggling with little support from the Turkish authorities.

"The Syrian Church represents a very ancient and a very rich strand in the great tapestry of Christian witness," said the Archbishop of Canterbury Rowan Williams.

"And perhaps most importantly to most people in maintaining the language that is closest to the language spoken by Our Lord himself across these centuries.

"I can still remember the experience of first hearing the psalms sung in Syriac and realising that was probably the same kind of sound heard by Our Lord as the psalms were sung in Aramaic in his day."

Speaking of the community's present struggle with poverty and harassment, Dr Williams said that he wanted to express solidarity with them and pray for them.

"Turkey has an honourable tradition of tolerating and protecting religious minorities and it would be a tragedy if the next generation were to see that tradition becoming any weaker."

The Bishop of Woolwich read out a message from the Bishop of Tur Abdin who said that it was a great comfort to have support from the British ecumenical Tur Abdin Focus Group which is staging the exhibition.

A second message was received from the Patriarch of Antioch who visited Lambeth Palace last year. The Patriarch's representative Bishop Polycarpos also spoke.

Canon Bruce Saunders, welcoming the Archbishop, said: "Southwark Cathedral is a parish church rooted in this local community, we are the mother church of the diocese but from time to time we also behave like an English cathedral should with a national profile doing something which takes our interest beyond our own boundaries."

Among guests at the opening were the Syrian Ambassador, diplomatic representatives from the Netherlands and Turkey, Metropolitan Seraphim of Glastonbury, the Bishop of Gibraltar in Europe, Fr Stephen Griffith who is both Anglican Chaplain in Syria and the Archbishop of Canterbury's Apocrisiarius to the Syriac Orthodox Patriarch and the Archdeacon of Southwark.

For the Archbishop it was his second visit to Southwark in 6 days; last week he opened a new nurture room at Cathedral School in Redcross Way.

• The Tur Abdin exhibition is at Southwark Cathedral until Monday 18 October.
http://www.london-se1.co.uk/news/view/4837

Montag, 27. September 2010

Warburg verliert seinen Bischofssitz

Mindener Tageblatt, 22.09.2010

Syrisch-orthodoxe Kirche offenbar vor Neugliederung

Bielefeld/Warburg (epd). Die Erzdiözese der syrisch-orthodoxen Kirche in Deutschland soll einem Zeitungsbericht zufolge in eine Nord- und eine Südhälfte geteilt werden. Der bisherige in Warburg ansässige Erzbischof Julius Hanna Aydin soll künftig geistliches Oberhaupt der Nord-Diözese werden, den zu diesem Bereich gehörenden Standort Warburg in Nordrhein-Westfalen jedoch verlassen. Das habe die Synode der Gesamtkirche in der syrischen Hauptstadt Damaskus beschlossen. Als mögliche Bischofssitze für die Norddiözese seien Gronau, Hamburg und Berlin im Gespräch.

Nach Informationen der syrisch-orthodoxen Internetseite "Suryoyo Online" soll das Warburger Kloster St. Jakob von Sarug künftig für beide Deutschlanddiözesen zur Verfügung stehen und auch weiterhin ein Priesterseminar beherbergen. Die Versammlung in Damaskus habe als neuen Abt für das Kloster den Geistlichen Raban Georgis Gevriye aus Damaskus ernannt.

Freitag, 24. September 2010

Innenminister fordert mehr Rechte für Christen in Türkei

Bundesinnenminister Thomas de Maizière hat bei seinem dreitätigen Türkei-Besuch die Regierung in Ankara dafür gelobt, dass sie die Rechte von religiösen Minderheiten immer mehr achte. Gleichzeitig mahnte der Minister weitere sichtbare Schritte an.

Bundesinnenminister Thomas de Maizière hat bei seinem dreitätigen Besuch in der Türkei über die Rechte von christlichen Minderheiten im Land gesprochen
Bundesinnenminister Thomas de Maizière hat bei seinem dreitätigen Besuch in der Türkei über die Rechte von christlichen Minderheiten im Land gesprochen

De Maizière beendet am heutigen Freitag seine Reise in die Türkei. Er traf sich in Istanbul mit Vertretern der christlichen Minderheiten, darunter dem griechisch-orthodoxen Patriarchen Bartholomäus I. Dieser sagte seinem deutschen Gast laut "Tagesspiegel", die Entwicklung der Rechte von Christen in der Türkei verlaufe "positiv, aber langsam". Auch in der Frage der seit fast 40 Jahren geschlossenen griechisch-orthodoxen Priesterschule auf der Insel Heybaliada bei Istanbul gebe es "grünes Licht" von der Regierung für eine Wiedereröffnung – "aber noch keine konkrete Umsetzung". Die syrisch-orthodoxe Kirche kämpft zudem vor Gericht um große Teile des Klosters Mor Gabriel im türkischen Südosten. Es gehört zu den ältesten christlichen Klöstern der Welt.

De Maizière lobte die Minderheiten-Kirche der Griechen am Bosporus als maßgeblich für die große christliche Tradition Europas. Gleichzeitig forderte er eine Erweiterung der Religionsfreiheit in der Türkei, wie das ARD-Hörfunkstudio Istanbul berichtet. "Dazu gehört nicht nur die individuelle Religionsausübung, sondern auch die institutionelle Religionsausübung, die Gründung von Kirchen, der Bau von Kirchen, Religionsunterricht, interreligiöser Dialog, Eigentümer sein zu dürfen von Liegenschaften, all das muss selbstverständlich sein für Staaten die zur europäischen Familie gehören wollen", sagte der Innenminister.

Wie er gegenüber dem Sender sagte, forderte er von der türkischen Regierung weitere Schritte: "Alle Gesprächspartner haben gesagt, dass es Fortschritte gibt. Das hören wir gerne. Allerdings wünschen wir uns, dass dann auch Taten folgen. Die Öffnung des Priesterseminars, genau genommen, die Wiedereröffnung des Priesterseminars ist etwas, was sehr lange auf dem Weg einer Entscheidung ist. Ich würde mich freuen, wenn es jetzt auch bald tatsächlich zu einer positiven Entscheidung kommt. Also Fortschritte ja, aber es könnten weitere Fortschritte kommen." (pro)

VON: js | 24.09.2010
pro-medienmagazin.de

Mittwoch, 22. September 2010

Syrisch-orthodoxe Kirche: Deutsche Diözese geteilt

Bischof Julius zieht aus, ein Abt wird kommen

VON DIETER SCHOLZ

Warburg. Die Synode in Damaskus hat es beschlossen: Die Diözese der syrisch-orthodoxen Kirche von Antiochien in Deutschland wird in zwei Bistümer geteilt. Das Kloster St. Jakob von Sarug in Warburg wird nicht mehr der Bischofssitz der Erzdiözese in Deutschland sein.
Bereits Mitte August hatte ein Dekret die Teilung als Beschluss des Patriarchen Mor Ignatius Zakka I. Iwas, geistliches Oberhaupt der altorientalischen Kirche, angekündigt (die Neue Westfälische berichtete). Gegenüber der NW hatte Erzbischof Mor Julius damals die Entscheidung jedoch als "Sache der Synode" bewertet. Diese tagte jetzt in der syrischen Hauptstadt. Unter den 30 teilnehmenden Bischöfen saß auch der Warburger Bischof.

Aus der Teilung gehen die Bundesländer Berlin, Brandenburg, Bremen, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Schleswig-Holstein als Norddiözese und die Bundesländern Baden-Württemberg, Bayern, Hessen, Rheinland-Pfalz, Saarland und Thüringen als Teile einer süddeutschen Diözese hervor. Die beiden Diözesen werden eigene Diözesanräte bilden.

Die Norddiözese sucht bis zum November 2010 in Norddeutschland einen neuen Diözesansitz für Mor Julius Hanna Aydin. Wenn der Bischof in dieser Woche zurückkehrt, werde er "nur noch seine Koffer packen und seiner Wege ziehen", heißt es in Gemeindekreisen. Gronau, Berlin oder Hamburg seien im Gespräch. Die Entscheidung, Warburg zu verlassen, habe Erzbischof Julius selbst getroffen. Für die Süddiözese soll ein neuer Bischof ernannt werden.

Als neuer Abt für das Kloster St. Jakob von Sarug in Warburg wurde der Mönchspriester Raban Georgis Gevriye aus Damaskus ernannt. Der neue Abt sei bereits im Oktober vergangenen Jahres ernannt worden, hatte Bischof Julius Aydin gegenüber der NW erklärt. Im Januar habe er sein Amt in Warburg bereits antreten sollen. Doch blieb der Geistliche bis jetzt aus.

Faktisch werden sich die beiden neu geschaffenen Diözesen nun über die weiteren Aufgaben des Klosters einigen müssen. Ob das Warburger Sarug-Kloster eine Ausbildungsstätte für Priester bleibt, ist dabei völlig unklar. Doch soll die weitläufige Klosteranlage von den beiden Diözesen gemeinsam finanziert werden. Für das Kloster wird vom Patriarchen ein Kuratorium einberufen. Angaben zufolge soll das Klostergrundstück einen Verkehrswert von rund 1,5 Millionen Euro haben.

Die Syrisch-Orthodoxe Kirche von Antiochien gilt nach der Urgemeinde in Jerusalem als die älteste christliche Kirche. In Deutschland zählt die Kirche mehr als 60.000 Gläubige und unterhält bundesweit 53 Pfarreien. Erzbischof Julius Hanna Aydin war im April von drei Männern überfallen worden. Ein Verdächtiger aus Wiesbaden sitzt seit einigen Tagen in Untersuchungshaft. Als Drahtzieher des Anschlags verdächtigt die Bielefelder Polizei einen früheren Diözesanrat der syrisch-orthodoxen Kirche.

Copyright © Neue Westfälische 2010. 21.09.2010

Montag, 20. September 2010

Kansere yenilen rahibin cenazesine 2 bin kişi katıldı

Deyrulzafaran ve Midyat Mor Hobil-Mor Abrohom Manastırı Başrahibi İbrahim Türker'in cenazesine 2 bin kişi katıldı

20 Eylül 2010 Pazartesi, 15:19:29

Kansere yenilen rahibin cenazesine 2 bin kişi katıldı

Mehmet Mahsum İŞ / MİDYAT (AHT)

Mardin Deyrulzafaran Manastırı Süryani Başrahibi İbrahim Türker, yakalandığı kanser hastalığına yenik düştü.

Mardin Deyrulzafaran Manastırı ve Midyat'taki Mor Hobil-Mor Abrohom Manastırı'nda 60 yıldan bu yana din görevlisi olarak çalışan Başrahip İbrahim Türker (74), 2 yıl önce yakalandığı kanser hastalığına yenik düştü. Müslüman, Yezidi, Hıristiyan dinlerine mensup vatandaşların bir araya geldiği cenaze töreninde duygulu anlar yaşandı.

Turabdin Metropoliti Timetheos Samuel Aktaş, Mardin Deyrulzafaran Manastırı Metropoliti Saliba Özmen, Midyat Belediye Başkanı Şehmus Nasıroğlu, Mardin Artuklu Üniversitesi Rektörü Serdar Bedii Omay, İlçe Müftüsü Abdurrahim İnanç, Süryani din adamları ile Müslüman, Yezidi ve Süryani vatandaşlar cenaze merasiminde hazır bulundu.

Süryani cemaati tarafından çok sevilen başrahibin Türker'in hayatını kaybetmesiyle yasa boğulan akrabaları ve sevenleri taziye için yurt dışından Midyat'a akın etti. İsveç, İsviçre, Almanya, Fransa, Belçika, Hollanda ve Suriye'den yaklaşık 2 bin kişi cenaze törenine katılarak, hayata gözlerini yuman başrahip için topluca dua etti.

Metropolit Samuel Aktaş tarafından, 'Meyrun' adı verilen kutsanmış yağ sürüldükten sonra üzerine toprak serpilen başrahip İbrahim Türker, Süryani gelenek ve göreneklerine göre, dini törenlerde giydiği kıyafetlerle, azizlere özel olarak yapılmış olan sandalye üzerinde oturtularak, yüzü doğuya dönük ve naaşı dik bir vaziyette manastırdaki ruhbanlara ayrılan mezarda defnedildi.

Cenaze törenine katılanlara çörek ve mırra ikram edildi. Taziyeler, Metropolitler ve ailesi tarafından manastır avlusunda kabul edildi.

Süryani din adamı Başrahip Ibrahim Türker hayatını kaybetti

20 Eylül 2010, 07:31

14 yaşından bu yana bütün afiyetini, gücünü ve hayatını, dinine adayan Başrahip Türker, inzivaya çekildiği manastırda yakalandığı amansız hastalığı sonrası hayatını kaybetti.

Yakalandığı kanser hastalığı nedeniyle yaklaşık 2 yıldır tedavi gören Süryani Başrahip İbrahim Türker, hayata gözlerini yumdu. 14 yaşından bu yana bütün afiyetini, gücünü ve hayatını, dinine adayan Başrahip Türker, inzivaya çekildiği manastırda yakalandığı amansız hastalığı sonrası hayatını kaybetti.

Müslüman, Yezidi, Hıristiyan dinlerine mensup vatandaşların bir araya geldiği cenaze töreninde duygulu anlar yaşandı. Mardin’deki Deyrulzafaran Manastırı ve Midyat’taki Mor Hobil-Mor Abrohom Manastırındaki 60 yıllık din adamlığı görevi süresince yüzlerce öğrenci yetiştiren Başrahip İbrahim Türker’in (74) vefatı, sevenlerini yasa boğdu.

Turabdin Metropoliti Timetheos Samuel Aktaş, Mardin Deyrulzafaran Manastırı Metropoliti Saliba Özmen, Midyat Belediye Başkanı Şehmus Nasıroğlu, Mardin Artuklu Üniversitesi Rektörü Serdar Bedii Omay, İlçe Müftüsü Abdurrahim İnanç, Süryani din adamları ile Müslüman, Yezidi ve Süryani vatandaşlar cenaze merasiminde hazır bulundu.

Süryani cemaati tarafından çok sevilen başrahibin Türker’in hayatını kaybetmesiyle yasa boğulan akrabaları ve sevenleri taziye için yurt dışından Midyat’a akın etti. İsveç, İsviçre, Almanya, Fransa, Belçika, Hollanda ve Suriye’den yaklaşık 2 bin kişi cenaze törenine katılarak, hayata gözlerini yuman başrahip için topluca dua etti.

Midyat’taki Mor Hobil-Mor Abrohom Manastırı’nda Turabdin Metropoliti Timetheos Samuel Aktaş ve Mardin Deyrulzafaran Manastırı Metropoliti Saliba Özmen tarafından yapılan cenaze ayininde İncil’den ayetler okunup, dua edildi. Metropolit Samuel Aktaş tarafından, ‘Meyrun’ adı verilen kutsanmış yağ sürüldükten sonra üzerine toprak serpilen başrahip İbrahim Türker, Süryani gelenek ve göreneklerine göre, dini törenlerde giydiği kıyafetlerle, azizlere özel olarak yapılmış olan sandalye üzerinde oturtularak, yüzü doğuya dönük ve naaşı dik bir vaziyette manastırdaki ruhbanlara ayrılan mezarda defnedildi.

Başrahip İbrahim Türker’in yeğeni Yusuf Türker, yaptığı açıklamada, “Amcasının cenaze töreninde kendilerini yalnız bırakmayan Süryani cemaati ve diğer dinlere mensup vatandaşların bizzat cenaze merasimine gelerek cenaze töreninde hazır bulunmalarının kendilerini teselli ettiğini belirterek, Maksielyas ailesi ve Süryani Cemaati adına onlara teşekkür ediyoruz” dedi.

Midyat Belediye Başkanı Şehmus Nasıroğlu ise, “Merhum rahip, gerçekten çok iyi bir insandı. İyi bir Midyatlıydı, iyi bir hemşeriydi ve iyi bir güneydoğuluydu. Dinine de çok iyi hizmet ediyordu. Bütün Süryani cemaatinin başı sağ olsun. Allah yakınlarına sabır versin.” dedi.

Midyat Müftüsü Abdurrahim İnanç da, “Bizler Süryani cemaatinin taziyelerine gidiyoruz, onlarda bizim taziyelerimize gelerek, birbirimize başsağlığı dileğinde bulunuyoruz. İnançların farklı olması bizlerde bu tür işlerin yapılmamasını geçerli kılmaz. İnsan Cenabı Hak’ın katında değerlidir, insan mükerremdir, insan muhteremdir, insana saygı gerekir, hangi dinden, hangi ırktan hangi mezhepten olursa olsun. Süryani cemaatinin başı sağ olsun, işleri rast gelsin. Allah hiçbir acıyı hiç kimseye tattırmasın. Bu tür merasimlerin birlik ve beraberliğimize vesile olmasını diliyorum” dedi.

Merhum Rahip Türker’i 30 yıldır tanıdığını söyleyen Mider Derneği Başkanı Ünal Günel, “Zaman zaman kendisi ile görüşürdük çok iyi bir insandı, hoşgörülüydü. Beraber güzel günlerimiz geçmişti, kendisini çok seviyorduk. Çok üzüntülüyüz.” dedi.

Cenaze törenine katılan herkese çıkışta çörek ve mırra ikram edildi. Taziyeler, Metropolitler ve ailesi tarafından manastır avlusunda kabul edildi.
midyathabur.com

Freitag, 10. September 2010

Warburg: Überfall auf Bischof geklärt?

10.09.2010

Von Ernst-Wilhelm Pape

Warburg (WB). Der ehemalige Vorsitzende des Diözesanrates der syrisch-orthodoxen Kirche in Deutschland, Aslan K. (63) aus Wiesbaden, gilt als mutmaßlicher Auftraggeber des Überfalls auf Bischof Julius Hanna Aydin (63) im Kloster Warburg (Kreis Höxter).

Die Mordkommission »MK Kloster« der Polizei Bielefeld ermittelt gegen den 63-Jährigen wegen Anstiftung zum versuchten Mord in Verbindung mit schwerem Raub.

Die Wohnung des Beschuldigten sei am Mittwoch durchsucht worden, sagte gestern ein Polizeisprecher. Es sei Beweismaterial sichergestellt worden. An dem Überfall selbst soll Aslan K. nicht beteiligt gewesen sein. Der Bischof war am 15. April im Kloster Warburg, dem Sitz der Erzdiözese, von drei Männern überfallen, misshandelt und ausgeraubt worden.

Aslan K. wurde in der Türkei geboren und hat die deutsche Staatsangehörigkeit. Er gilt als Hauptwidersacher des Bischofs. Der hatte Aslan K. zwischenzeitlich exkommuniziert.

Gegen K. hatte die Staatsanwaltschaft Paderborn bereits 2009 ermittelt. Der 63-Jährige soll den Bischof im Juni 2009 beleidigt und mit dem Tod bedroht haben. Das Verfahren wurde wegen Geringfügigkeit eingestellt. In Wiesbaden soll K. zudem dem zweiten Vorsitzenden der syrisch-orthodoxen Gemeinde nach einer Auseinandersetzung gedroht haben, ihn umzubringen. Auch dieses Verfahren wurde eingestellt.

In einem Fall von Nötigung und Erpressung stehen Alsan K. und zwei Familienmitglieder im Alter von 45 und 49 Jahren am 15. September in Wiesbaden vor dem Schöffengericht. Den drei Männern wird vorgeworfen, in Wiesbaden einen Bistrobetreiber und einen seiner Mitarbeiter bedroht zu haben. Der Bistrobetreiber sollte nach der Anklage 10 000 Euro Entschädigung zahlen, da durch seine Angaben ein Mitglied der Familie K. ausgewiesen worden sei. Als die Zahlung verweigert wurde, soll den Geschädigten Prügel angedroht worden sein. Als diese Anzeige erstatteten, wurden sie aufgefordert, die Anzeige zurückzunehmen, sonst bekämen sie ein Messer in den Bauch.

Bischof Julius Hanna Aydin selbst hatte den Überfall als ein gezieltes Attentat auf die gesamte syrisch-orthodoxe Kirche in Deutschland bezeichnet, die knapp 100 000 Mitglieder hat. Die Täter hätten vermutlich geglaubt, dass ihr Opfer an den Folgen des Überfalls gestorben sei. Wie bereits gestern berichtet, hatten Beamte der Bielefelder Mordkommission am Mittwoch in Wiesbaden zudem einen 36 Jahre alten Syrer verhaftet, der im dringenden Verdacht steht, am Überfall auf den Bischof beteiligt gewesen zu sein. Der 36-Jährige sitzt in Untersuchungshaft. Er bestreitet eine Tatbeteiligung. Nach zwei weiteren Tätern wird noch intensiv gefahndet.

westfalen-blatt.de